Airbus-A321-Neo-LR-Auslieferung terminiert

09.10.2018 - 08:48 0 Kommentare

Primera Air bekommt nicht den ersten A321 Neo LR - die israelische Arkia rückt als Erstkundin auf. Unklar ist aber, was mit den fast fertigen Jets für die insolventen Skandinavier passiert.

A321 Neo LR mit noch abgedeckten Triebwerken. - © © AirTeamImages.com - Matthieu Douhaire

A321 Neo LR mit noch abgedeckten Triebwerken. © AirTeamImages.com /Matthieu Douhaire

Airbus hat eine neue Erstbetreiberin für ihre A321 Neo LR benannt. Wie eine Unternehmenssprecherin auf airliners.de-Anfrage bestätigte, wird nun "die Fluggesellschaft Arkia Airlines die erste A321 Neo LR erhalten". Ursprünglich sollte diese Ehre der dänisch-lettischen Primera Air zu teil werden. Diese hatte aber in der vergangenen Woche überraschend den Flugbetrieb einstellen müssen.

Unklar ist hingegen, was mit den beiden nahezu fertigen Maschinen passiert, die für Primera Air in einer Zwei-Klassen-Konfiguration mit 182 Economy-Sitzen und 16 Business-Class-Sitzen produziert wurde. Denn Arkia rückt lediglich in der Liste nach - die Airline übernimmt nicht die Order von Primera, bestätigt eine Sprecherin auf Anfrage von airliners.de.

Arkia bekommt Jet am 13. November

"Wir haben die Maschinen vor vier Jahren gekauft und 2016 ein Upgrade auf das Longe-Range-Model durchgeführt", so eine Sprecherin. "Alles ist im Zeitplan, wenn wir die Maschinen am 13. November in Hamburg-Finkenwerder übernehmen.

Bei den Primera-Air-Neos wäre der Langstrecken-Low-Coster die betreibende Airline gewesen. Eigentümer der Jets ist der niederländische Leasing-Geber Aer Cap. Anfragen, welche Airline die Bestellung von Primera übernehmen könnte, blieben bisher unbeantwortet. Airbus teilte mit, dass man sich zu Details von Kundenverträgen nicht äußern.

Langstrecken-Aufschlag in Deutschland geplant

Primera Air war fast 13 Jahre ein touristischer Charter-Carrier bis sich das Management entschied, in den Low-Cost-Langstreckenverkehr einzusteigen. Im April stationierte die Airline drei A321-Neo-Jets in London-Stansted und zwei in Paris-Charles-de-Gaull. Von beiden Airports bot sie Flüge nach New York an.

Zudem wollte der Carrier mit der Langstrecke im kommenden Jahr auch groß in Deutschland einsteigen. So wollte man ab Juni Berlin-Tegel mit Boston, New York und Toronto verbinden. Ex Frankfurt hätte man nach Boston, Montreal, New York und Toronto starten können.

© AirTeam Images, Artyom Anikeev Lesen Sie auch: Billigflieger drängen auf die Langstrecke Ausblick

Der Airbus A321 Neo LR hat erst kürzlich die Zulassungen der europäischen Easa und US-amerikanischen FAA erhalten. Die neue Langstreckenversion schafft dank dreier zusätzlicher Tanks eine Reichweite von 7400 Kilometern.

Airbus liegen rund 120 Bestellungen für den neuesten Jet der A320-Neo-Familie vor. Darunter finden sich neben Primera Air mit Air Arabia, Air Astana, Aer Lingus, Air Transat, Jetstar, Norwegian, Peach, SATA und TAP Air Portugal und eben Arkia Airlines. Auch SAS soll über einen möglichen Kauf nachdenken.

Von: br
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