Neue Airlines: Flughafen Stuttgart erhofft sich Umsatzplus

22.04.2015 - 13:14 0 Kommentare

Der Start von Easyjet und Ryanair zieht am Stuttgarter Flughafen viele Passagiere an - und wird laut Geschäftsführer Georg Fundel den Umsatz beflügeln. Auch weitere Verbindungen sind möglich.

Georg Fundel, Geschäftsführer der Flughafen Stuttgart GmbH - © dpa - Jan-Philipp Strobel

Georg Fundel, Geschäftsführer der Flughafen Stuttgart GmbH dpa /Jan-Philipp Strobel

Der Start von zwei Billig-Airlines sowie über zehn Millionen Passagiere werden den Umsatz des Stuttgarter Flughafens in diesem Jahr voraussichtlich steigern. Über 80 Prozent Easyjet- und Ryanair-Flüge, die jeweils im März und April gestartet sind, seien vom ersten Tag an voll gewesen, sagte Geschäftsführer Georg Fundel jetzt in Stuttgart. "Wir sind gut gestartet." Demnach werden 2015 mehr als zehn Millionen Passagiere erwartet - über fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Damals waren es 9,7 Millionen Fluggäste.

Der Wettbewerb der neuen Anbieter führe auch dazu, dass etabliertere Airlines wie Germanwings und Air Berlin ihre Strecken verdichten und neue Strecken auflegen, so Fundel weiter. Im Sommerflugplan - von März bis Ende Oktober - sind demnach rund acht Prozent mehr Sitzplätze im Angebot als noch im Sommer 2014. Der Wettbewerb könne auch zu günstigeren Flugtickets führen.

© dpa, Robert Dyhringer Lesen Sie auch: Flughafen Stuttgart verbucht Passagierplus im ersten Quartal

Die Flughafen Stuttgart GmbH hat 2014 ein Ergebnis nach Steuern von 29,8 Millionen Euro erwirtschaftet - 25,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Das habe unter anderem an dem milden Winter gelegen - geringere Kosten etwa für die Enteisung der Rollbahnen - sowie an einem effizienterem Einsatz des Personals, sagte Fundel. Der Umsatz stieg um 4,7 Prozent auf 235,8 Millionen Euro im Vergleich zu 2013.

Ob sich Stuttgart für den britischen Anbieter Easyjet und die irische Airline Ryanair bewährt und vor allem ein attraktives Reiseziel für ankommende Fluggäste ist, müsse sich noch herausstellen, sagte Fundel. Weitere Verbindungen wären aber durchaus möglich. "Wir haben jetzt zwei der größten europäischen Airlines auf dem Hof - und diese haben Pläne, weiter zu expandieren." Ryanair plant, den Anteil ihrer deutschen Verbindungen von vier auf 15 Prozent zu erhöhen.

Von: airliners.de, dpa
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