NetJets Europe baut Deutschlandgeschäft aus

08.12.2009 - 18:25 0 Kommentare

Netjets Europe, Europas größter Anbieter von Businessjets, hat im Rahmen einer Roadshow einen verstärkten Ausbau der Aktivitäten auf dem deutschen Markt angekündigt. Graeme Weston, Präsident und geschäftsführender Direktor der NetJets Europe, sieht hier ein großes Potential.

Graeme Weston, President and Managing Director NetJets Europe - © © airliners.de - O. Pritzkow -

Graeme Weston, President and Managing Director NetJets Europe © airliners.de - O. Pritzkow

NetJets Europe plant ein verstärktes Engagement auf dem deutschen Markt. „2008 haben wir über 7.000 Flüge von und nach Deutschland durchgeführt. Wir wollen unsere Präsenz weiter ausbauen, denn gerade in Deutschland sehen wir großes Potential“, sagte Graeme Weston, Präsident und geschäftsführender Direktor NetJets Europe im Rahmen einer Roadshow in Berlin. Mit dem teilweisen Erwerb des Flugplatzes Egelsbach am Jahresanfang und der Verstärkung des deutschen Vertriebsteams durch Alexander Groh Anfang Dezember habe NetJets bereits erste Schritte dazu unternommen.

Vor allem für Unternehmer und deutsche Mittelständler, deren Betriebsstätten in ländlichen Regionen oder beispielsweise in Osteuropa liegen, biete NetJets eine attraktive Alternative, ergänzte Weston. Zu den wichtigsten deutschen Flughäfen für NetJets gehören München, Frankfurt, Düsseldorf, Berlin-Tegel und Hamburg. Allein diese fünf Flughäfen machen nach Firmenangaben 53 Prozent aller Flugbewegungen aus.

Insgesamt hat NetJets Zugang zu 89 Flughäfen und Flugplätzen in Deutschland. Im Jahr 2009 legten insbesondere die Flüge von und nach Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld zu. Die fünf beliebtesten Ziele sind London, Berlin, Zürich, Paris und Genf.

Das NetJets-Modell

NetJets hatte 1986 das Modell des Flugzeugteileigentums (Fractional Ownership) eingeführt. Kunden kaufen einen Anteil an einem NetJets-Businessjet und können dann die gesamte Flotte von weltweit 800 Maschinen nutzen. Innerhalb von zehn Stunden steht ein Jet überall in Europa bereit, verspricht die Firma.

Der Preis für 1/16-Anteil beträgt 400.000 US-Dollar für ein Flugzeug in der Größe einer Hawker 400. Allein die reinen Anschaffungskosten würden sich auf 6,4 Millionen US-Dollar belaufen, unterstreicht Weston. Zusätzlich bietet NetJets Europe mit der „Private Jet Card“ ein Kartenprogramm zum Kennenlernen ohne langfristige Verpflichtungen eingehen zu müssen. Für 118.000 Euro kann der Karteninhaber 25 Stunden mit einem Kleinjet abfliegen.

Die Flotte der NetJets Europe besteht aus mehr als 160 Flugzeugen der Typen Hawker 400 und 750, Cessna Citation XL, Gulfstream G550, Falcon 2000EX und Falcon 7X. „Very Light Jets“ wie beispielsweise die Embraer Phenom 100 werde NetJets Europe nicht in die Flotte integrieren, da solche Kleinst-Jets nicht der Firmenphilosophie entprechen, erklärte Weston gegenüber airliners.de.

Von: airliners.de
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