Nachtflugzahl am Flughafen Leipzig/Halle geht leicht zurück

19.10.2015 - 16:34 0 Kommentare

Am Flughafen Leipzig/Halle ist die Zahl der Nachtflüge im vergangenen Jahr wegen Bahnarbeiten leicht zurückgegangen. Das ergab jetzt eine Untersuchung, bei der auch die Regelungen zum Schutz vor nächtlichem Fluglärm bestätigt wurden.

Luftfrachtabfertigung am Flughafen Leipzig/Halle. - © © Flughafen Leipzig/Halle - Uwe Schossig

Luftfrachtabfertigung am Flughafen Leipzig/Halle. © Flughafen Leipzig/Halle /Uwe Schossig

Am Flughafen Leipzig/Halle hat es im vergangenen Jahr weniger Nachtflüge als 2013 gegeben. Das ergab eine Untersuchung der Landesdirektion Sachsen (LDS) zum Fluglärm. Der Hauptgrund für den Rückgang um 0,3 Prozent auf 15.639 An- und Abflüge seien die Bauarbeiten auf der Start- und Landebahn Nord, teilte die Behörde mit.

Untersucht wurden dabei die Flüge zwischen 22.00 und 6.00 Uhr in den sechs verkehrsreichsten Monaten des Jahres von Mai bis Oktober. Durch dieses Ergebnis der jährlichen Überprüfung könnten die bisherigen Regelungen zum Schutz vor dem nächtlichen Fluglärm bestehen bleiben.

Hintergrund der Überprüfungen sind Regelungen im Planfeststellungsbeschluss. Darin habe die zuständige Behörde verfügt, dass nach Inbetriebnahme des Luftfrachtdrehkreuzes bis zum Jahre 2016 jährlich und danach alle drei Jahre die Wirksamkeit des festgesetzten Schutzgebietes zu überprüfen ist, wie ein Flughafensprecher auf Nachfrage von airliners.de erläuterte.

Die luftrechtliche Genehmigung des Flughafens Leipzig/Halle lässt im Nachtzeitraum - zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr - im gewerblichen Luftfrachtverkehr die Durchführung von Flügen von Luftfrachtunternehmen zu, die logistisch in den Betrieb des Luftfrachtzentrums am Airport eingebunden sind, so der Sprecher weiter. Die Durchführung von planmäßigen Passagierflügen ist im Zeitraum von Mitternacht bis 5.00 Uhr untersagt. Eine anzahlmäßige Begrenzung der Nachtflüge erfolgte jedoch nicht.

DHL hatte im Mai 2008 am Flughafen Leipzig/Halle ihr neues europäisches Luftfrachtdrehkreuz offiziell in Betrieb genommen. Zuvor hatte die Posttochter ihr Drehkreuz in Brüssel. Der Umzug von Belgien nach Deutschland erfolgte, um die Transporte in der Nacht abwickeln zu können - und machte Leipzig/Halle zum zweitgrößten Frachtflughafen Deutschlands nach Frankfurt am Main.

Von: gk, dpa
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