Nachtflugverbot und Gebühren: Condor kürzt Angebot ab Frankfurt

28.01.2014 - 14:10 0 Kommentare

Condor will erneut das Angebot Frankfurt reduzieren. Ausschlaggebend seien das Nachtflugverbot und steigende Gebühren, sagte Airline-Chef Ralf Teckentrup. Wie der Kapazitätsabbau umgesetzt werde, plane Condor bis März.

Ralf Teckentrup - © © BDF -

Ralf Teckentrup © BDF

Der Ferienflieger Condor will an seinem Heimatflughafen Frankfurt sein Angebot zurückfahren. «Wir werden mit einer hohen Wahrscheinlichkeit weitere Langstrecken aus Frankfurt wegverlegen und wir sind auch sehr sicher, dass wir im Winter 2014/1015 weniger Abflüge von Frankfurt in die Welt haben werden als in diesem Winter», sagte Condor-Chef Ralf Teckentrup heute im Interview mit hr-online. Als Grund nannte er steigende Gebühren und Behinderungen durch das Nachtflugverbot.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Gesellschaft aus dem Thomas-Cook-Konzern zwei Langstrecken-Maschinen von Frankfurt nach München verlegt und acht Fernstrecken eröffnet. «Wenn ich Standorte finde, wo die Wirtschaftlichkeit besser ist als hier, stelle ich mein Flugzeug woanders hin», sagte Teckentrup. Wie der Kapazitätsabbau am Stammsitz der Fluglinie umgesetzt werde, plane Condor bis März. Klar sei, «dass es weniger Sitze sein werden - auch im Kurzstreckenplan.»

Die Absicht der schwarz-grünen hessischen Landesregierung, weitere Lärmpausen einzuführen, sieht Teckentrup skeptisch: «Im Wettbewerbsvergleich ist Frankfurt heute schon hinten dran und die neuen Überlegungen sind eine weitere kritische Weichenstellung, die Auswirkungen weit über Frankfurt und Hessen hinaus haben.» Für die Entscheidungen von Condor seien aber auch die starken Kostensteigerungen in Frankfurt entscheidend.

Kürzlich hatte der Ferienflieger jedoch mehr Frequenzen und ein neues Griechenlandziel angekündigt. Im Fernstreckensegment startete im Dezember eine Route nach Bangkok. Im Sommer soll Minneapolis als Saisonziel hinzukommen. Laut Branchenkreisen könnte aber zum Winterflugplan 2014/15 ein Langstreckenjet am Köln Bonn Airport stationiert werden.

Von: dpa
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