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Artikel vom 16.11.2009 Tipp: Nachrichten-Newsletter hier kostenlos abonnieren

Ethiopian Airlines bestätigt A350-Bestellung Aufträge an Airbus und Rolls-Royce

Ethiopian Airlines hat zwölf Flugzeuge vom Typ A350-900 XWB beim europäischen Hersteller Airbus fest bestellt. Mit dieser jüngsten Order kann der Flugzeugbauer mehr als 500 A350-Bestellungen vorweisen. Der Triebwerkshersteller Rolls-Royce überschreitet die 1000er-Marke beim Trent XWB.

Grafik des Airbus A350 in den Farben der Ethiopian Airlines, © Airbus

Ethiopian Airlines hat am Sonntag, dem Eröffnungstag der Dubai Air Show, zwölf Airbus A350-900 XWB bestellt. Damit bestätigte die ostafrikanische Airline eine Grundsatzvereinbarung vom Juli 2009. Die Maschinen sollen ab 2017 zur Flotte stoßen und auf Routen nach Europa, Asien und in die USA zum Einsatz gelangen.

Mit der Bestellung von Ethiopian Airlines hat der europäische Flugzeug-Hersteller Airbus drei Jahre nach dem Programmstart mehr als 500 seiner neuen Langstrecken-Flugzeuge vom Typ A350 verkauft. Insgesamt stünden nun 505 Stück von 32 Kunden in den Auftragsbüchern, teilte Airbus am Sonntag in Toulouse mit.

Airbus-Deutschland-Chef Gerald Weber sagte dem "Hamburger Abendblatt" (Montag-Ausgabe), die Bestellung inmitten der Wirtschaftskrise sei ein sehr positives Signal für Airbus und die gesamte Branche. Weber rechnet in den nächsten Tagen mit weiteren Bestellungen. Noch bis zum Mittwoch läuft die Luftfahrtschau in Dubai. Das gut gefüllte Auftragsbuch für den A350 wirke sich auf alle deutschen Standorte positiv aus, sagte er.

Die Bestellung dürfte den Erzrivalen Boeing hart treffen. Nicht nur, dass Ethiopian Airlines zum ersten Mal bei der EADS-Tochter Airbus gekauft hat. Der A350 entwickelt sich nach massiven Rückschlägen zu Beginn des Projekts immer mehr zu einer Erfolgsgeschichte und zu einer ernsthaften Bedrohung für Boeings 787 Dreamliner. Für den liegen rund 840 Bestellungen vor. Auch Ethiopian Airlines hält trotz der Verzögerungen an ihren zehn 787-Bestellungen fest.

Airbus wie Boeing verwenden in den Maschinen neuartige, leichte Verbundstoffe anstelle von Aluminium. Das soll vor allem den Spritverbrauch senken. Die neuen Materialien gepaart mit neuen Fertigungsmethoden hatten aber auch von Beginn an zu Konstruktionsproblemen geführt. Der Dreamliner soll nach drei Jahren Verzögerung alsbald seinen Erstflug absolvieren, der A350 soll erst 2013 in die Luft gehen.

Mit der Order erreichte auch der Triebwerkshersteller Rolls-Royce einen Meilenstein. Ethiopian Airlines bestellte Trent-XWB-Triebwerke für den A350 im Wert von 480 Millionen US-Dollar, wodurch der Hersteller nun mehr als 1.000 Exemplare dieses Antriebs in den Büchern zu stehen hat.

Quelle: dpa, dpa-AFX, airliners.de

Stand: 2009-11-16 12:10:42 Druckansicht Senden

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