KW 1/2013 Nachrichten aus aller Welt

04.01.2013 - 16:28 0 Kommentare

Zahlreiche Meldungen abseits des deutschsprachigen Marktes haben die Redaktion in den letzten Tagen erreicht. Unter anderem hat Emirates in Dubai einen reinen A380-Flugsteig eröffnet. Zudem gab es etliche Flugzeugbestellungen.

 

Europa

Die polnischen Behörden haben den Flughafen Warschau-Modlin aufgrund baulicher Mängel an der Start- und Landebahn für die Nutzung durch größere Passagiermaschinen gesperrt. Der Flughafen war erst im Juli eröffnet worden und wurde vor allem von Billig-Airlines genutzt. Bis auf Weiteres leiten Ryanair und Wizz Air daher ihre Flüge nach Warschau-Chopin um.

Eine Tupolew Tu-204 der russischen Red Wings ist am 29. Dezember 2012 bei der Landung auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo rund 400 Meter über die Landebahn hinausgerutscht und zerbrochen. Bei dem Unglück starben fünf der acht Besatzungmitglieder an Bord. Das Flugzeug war leer aus Pardubice (Tschechische Republik) gekommen. Mehr zum Unfall...

Der Moskauer Flughafen Wnukowo wurde erweitert. Die etwa eine Milliarde Euro teure Terminalerweiterung erhöht die Kapazitäten auf jährlich 30 Millionen Passagiere. Dabei können bis zu drei Airbus A380 oder Boeing 747 abgefertigt werden.

Asien/Pazifik

Malaysia Airlines hat 36 ATR 72-600 für ihre Regionaltöchter MASwings (16 Maschinen) und Firefly (20 Maschinen) bestellt.

Die taiwanesische China Airlines hat sechs Boeing 777-300ER bestellt. Zudem hat die Airline zwei Maschinen des Typs bei GECAS geleast. Die Airline will mit den neuen Flugzeugen ihre Langstreckenflotte modernisieren.

Thai Regional Airlines hat den für Dezember geplanten Start von regionalen Verbindungen ab Bangkok mit einem Airbus A320 auf März verschoben. Bislang bedient die Airline nach Angaben von ch-aviation mit einer einzelnen Piper PA-31 touristische Inseldienste.

Bei einer missglückten Landung einer Fokker 100 der Air Bagan sind in Myanmar zwei Menschen ums Leben gekommen. Wie die Behörden mitteilten, ereignete sich das Unglück am 25. Dezember 2012 etwa einen Kilometer vom Flughafen Heho entfernt. Die Maschine war aus Mandalay gekommen und sollte in Heho landen. Im Nebel hatte das Flugzeug eine Stromleitung gestreift.

Air Astana baut ihr asiatisches Streckennetz aus. Die Kasachen bedienen nun zweimal pro Woche die Route zwischen Almaty und Ho Chi Minh Stadt (Vietnam). Zum Einsatz kommt ein Boeing 757.

Die indonesische Fluggesellschaft Sky Aviation hat ihren ersten Sukhoi Superjets (SSJ100) erhalten. Die Maschine wird ab Ende Januar operativ eingebunden sein. Insgesamt hat die Airline zwölf Superjets bestellt.

Der indischen Kingfisher Airlines wurde die Fluglizenz entzogen. Die Fluggesellschaft hatte Behördenangaben zufolge keine Angaben zu ihrer künftigen Finanzierung mitteilen können. Die Flugzeuge von Kingfisher sind bereits seit Oktober nicht mehr ihm Einsatz. Damals begannen die Beschäftigten einen Streik wegen nicht gezahlter Löhne. Kingfisher sucht derzeit nach ausländischen Investoren, die neues Kapital zuschießen können.

Nahost

Etihad verhandelt derweil sowohl mit Kingfisher als auch mit der indischen Jet Airways um einen Einstieg. Berichten zufolge geht es bei Jet um einen Anteil von 24 Prozent zu einem Preis von rund 16 Milliarden Rupien (240 Mio Euro). Etihad-Chef James Hogan hatte Anfang Dezember gesagt, er prüfe die Bücher mehrerer indischer Fluglinien. Möglich wurde dies, nachdem Indien im September die Regeln für Beteiligungen an Fluggesellschaften gelockert hatte. Etihad besitzt bereits Anteile an Virgin Australia Holdings, Aer Lingus und Air Berlin.

Etihad konnte im vergangenen Jahr ein Passagierwachstum von 22 Prozent verzeichnen. Diese immense Steigerung führt Etihad vor allem auf die sechs neuen Strecken nach Tripolis, Shanghai, Nairobi, Basra, Lagos und Ahmedabad zurück.

Emirates hat Berichte bestätigt, für die Flotte der Emirates SkyCargo nicht mehr mit der Boeing 747-8F zu planen. Das berichtet ch-aviation. Zuvor hatte die in Dubai beheimatete Leasinggesellschaft DAE Capital zehn Bestellungen über das neue Boeing-Frachtflugzeug gestrichen. Damit scheint sich Emirates bei der Nurfrachter-Flotte auf Boeing 777F festzulegen.

Emirates hat in Dubai einen reinen A380-Flugsteig in Betrieb genommen. Der neugebaute “Concourse A” mit 20 speziellen A380-Gates ist Teil des “Terminal 3”-Komplexes am Dubai International Airport. Nach einem Testbetrieb mit vier Gates soll der doppelgeschössige Flugsteig im ersten Quartal offiziell eröffnet werden. Mit aktuell 31 Maschinen in der Flotte ist die Fluggesellschaft der weltweit größte A380-Betreiber.

Emirates baut ihr Engagement auf den Strecken nach Paris und nach New York aus. Beide Strecken werden nun zweimal täglich mit der A380 bedient.

Amerika

Aeromexico hat eine Bestellung über sechs Boeing 787-9 finalisiert. Zusammen mit den bereits fest bestellten neun Boeing 787-8 wird Aeromexico über insgesamt 15 “Dreamliner” verfügen. Zudem hält die Airline Optionen für vier weitere 787-9.

Das US-Leasingunternehmen Aviation Capital Group ACG hat einen Auftrag über 60 Maschinen des Typs Boeing 737 MAX finalisiert. Die Order schlüsselt sich auf in 50 737 MAX 8- und zehn 737 MAX 9. Mit der Bestellung hat Boeing bereits über 1.000 Bestellungen für die neue 737-Generation erhalten.

Der US-Flugzeugfinanzierer CIT hat zehn Airbus A350 geordert. Die ersten Jets sollen 2019 ausgeliefert werden. Zusammen mit vorherigen Aufträgen hat CIT nach eigenen Angaben bislang 15 Maschinen vom Typ A350 bestellt.

United hat am 3. Januar 2013 den ersten planmäßigen Langstreckenflug mit einer Boeing 787 durchgeführt. Auf einer tägliche Nonstop-Verbindung verbinden die “Dreamliner” der United Continental Holdings ab sofort Los Angeles und Tokio Narita.

Afrika

Die neue Fastjet aus Tansania will die insolvente südafrikanische 1time übernehmen und mit drei Maschinen der ehemaligen 1time den Liniendienst ab Johannesburg aufnehmen. Der neue Billigflieger, hinter dem Easyjet-Gründer Stelios Haji-Ioannou steht, fliegt bereits mit Airbus A319 aus der tansanischen Heimatbasis Dar-es-Salaam regionale Ziele an. Geplant ist ein pan-afrikanischer Billigflieger.

Die tunesische Syphax Airlines will zwei Airbus A330 leasen und damit Langstreckenflüge von Tunis aus in die USA, Kanada, Südamerika, Südafrika und China aufnehmen. Das berichtet ch-aviation. Die Fluggesellschaft fliegt derzeit mit zwei Airbus A319 aus Tunesien unter anderem nach Frankreich.

 

Von: airliners.de mit dpa,dapd
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