KW48/2012 Nachrichten aus aller Welt

30.11.2012 - 15:59 0 Kommentare

Zahlreiche Meldungen abseits des deutschsprachigen Marktes haben die Redaktion in den letzten Tagen erreicht. So konnte die Star Alliance ein neues Mitglied begrüßen, während Turkish Airlines eine Entscheidung hinsichtlich Widebody-Flotte fällte.

Europa

Turkish Airlines verzichtet auf den Kauf von Airbus A380 und Boeing 747-8 und will statt dessen 100 kleinere Mittelstreckenjets bestellen. Laut CEO Temel Kotil kämen dabei grundsätzlich alle Typen in Frage. Dazu zählen neben dem Airbus A320 und Boeings 737 - samt der spritsparenden Neuauflagen A320neo und 737-MAX - auch Bombardiers CSeries, die als völlige Neuentwicklung auf den Markt kommt. Ein Auftrag könne noch vor oder kurz nach dem Jahreswechsel erteilt werden. Anstelle der Flaggschiffe von Boeing und Airbus will Turkish Airlines auf der Langstrecke lieber Großraumjets wie die Boeing 777 und den Airbus A330 einsetzen. Fernziele wie Chicago und Hongkong könnte die Airline dann zweimal täglich anfliegen, während sich die Verbindung mit einer großen Maschine nur einmal am Tag lohnen würde. Ferner hat Turkish Airlines am 24. November Flüge auf die Malediven aufgenommen. Die Route ab Istanbul wird fünfmal wöchentlich bedient.

Aus Protest gegen den geplanten Abbau von 4.500 Arbeitsplätzen bei Iberia treten die Mitarbeiter in der Vorweihnachtszeit an sechs Tagen in den Streik. Am 14. Dezember sowie vom 17. bis zum 21. Dezember wird die Arbeit niedergelegt. Ferner kündigte Iberia an, dass sie im Januar 2013 einen ersten von acht bestellten Airbus A330-300 übernimmt. Zugleich werden auf Langstrecken eine neue Business Class sowie Verbesserungen in der Economy eingeführt.

Finnair bietet ab Sommer 2013 Direktflüge in die vietnamesische Hauptstadt Hanoi an. Die Route soll am 14. Juni starten und dann dreimal wöchentlich angeboten werden.

Die neuen Turbopropmuster ATR42-600 und ATR72-600 wurden für den Betrieb in Russland und den GUS-Staaten zertifiziert.

Die russische Yakutia hat ihre Bestellung über drei Boeing 737-700 und neun 737-800 bestätigt. Die Flugzeuge sollen zwischen 2016 und 2018 ausgeliefert werden.

Asien/Pazifik

Shenzhen Airlines ist am 29. November der Star Alliance beigetreten. Die Fluglinie bereichert das Bündnis um rund 400 tägliche Flugverbindungen zu 70 verschiedenen Zielorten, darunter fünf neue Ziele in China. Ende 2010 war Shanghai Airlines aus der Star Alliance ausgetreten. Seitdem war das China-Netzwerk etwas ausgedünnt.

Korean Air will das führende Luft- und Raumfahrtunternehmen in Asien werden. Die „Aerospace Vision 2020“ umfasst u.a. den Ausbau des „Tech Centers“ in Busan sowie die engere Zusammenarbeit mit regionalen Partnerunternehmen. Korean Air will als eines der großen Unternehmen auf internationaler Ebene maßgeblich an der Entwicklung von Flugzeugen mitzuwirken. Darüber hinaus will der Konzern der führende MRO-Anbieter in Asien werden.

Air Astana stellt zum 1. Dezember die Flüge von Astana nach Uralsk und Semey sowie von Atyrau nach Uralsk ein. Hintergrund ist die Ausmusterung der Fokker 50. Im Januar werden die beiden letzten Props an die Leasingfirma zurückgegeben. Die Flughäfen von Uralsk und Semey können aber nicht mit den neuen Embraer 190 bedient werden.

Indonesien hat den russischen Superjet 100 zertifiziert. Noch vor Jahresende soll das erste Flugzeug an Sky Aviation ausgeliefert werden.

Transasia Airways übernahm den ersten von zwei Airbus A330-300. Es ist der erste Großraumjet für die taiwanesische Airline.

Die malaysische Lowfare-Airline AirAsia spricht Branchenberichten zufolge mit der indischen Spicejet über eine Beteiligung. Außerdem beendet AirAsia die Evaluierung des Bombardier CS300. Die nur 160 Sitze sind der Airline zu wenig. Stattdessen wird nun geprüft, einige A320-Bestellungen in A321 oder A321neo umzuwandeln.

Nahost

Etihad Airways erhöht die Flüge nach Kozhikode. Die Stadt im Süden Indiens wird ab 1. Januar 2013 siebenmal wöchentlich angesteuert. Derzeit gibt es drei Flüge. Auch Colombo, Hauptstadt Sri Lankas, wird ab 2. Januar täglich angeflogen. Bislang fliegt Etihad hier viermal pro Woche. Auf beiden Strecken fliegen Airbus A320. Außerdem soll sich Etihad an einem Einstieg bei der indischen Jet Airways interessiert zeigen.

Gulf Air CEO Samer Majali verlässt nach drei Jahren das Unternehmen zum Jahresende.

Heftige Kämpfe um den Flughafen Damaskus haben Emirates und Egypt Air bewogen, ihre Strecken in die syrische Hauptstadt einzustellen.

Amerika

Die brasilianische GOL schließt ihre verlustreiche Tochter Webjet. Alle Boeing 737-300 sollen in der ersten Jahreshälfte 2013 an die Leasingfirmen zurückgegeben werden.

Afrika

Den Absturz eines Passagierflugzeugs vor der Küste der Komoren haben am 27. November alle 29 Insassen überlebt. Die Embraer 120 (D6-HUA) der Inter-Iles war auf dem internationalen Flughafen der Hauptstadt Moroni gestartet und fünf Kilometer davon entfernt ins Meer gestürzt.

Fastjet hat am 29. November den Flugbetrieb aufgenommen. Der neue Billigflieger, hinter dem Easyjet-Gründer Stelios Haji-Ioannou steht, flog als erstes mit Airbus A319 von der tansanischen Heimatbasis Dar-es-Salaam nach Mwanza. Die zweite Maschine eröffnete dann die Route nach Kilimandscharo. In der ersten Dezemberwoche soll noch ein dritter A319 eintreffen.

Von: airliners.de mit dpa, dpa-AFX, AFP, ch-aviation
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