Nach Streik: Eurowings und Ufo verhandeln wieder

28.10.2016 - 17:01 0 Kommentare

Nach dem Arbeitskampf verhandeln die Eurowings und die Flugbegleitergewerkschaft Ufo wieder miteinander - auch bei Germanwings geht es voran. Derweil mischt auch die Gewerkschaft Verdi bei der Eurowings mit.

Check-In-Schalter der Eurowings im Flughafen Düsseldorf. - © © dpa - Marcel Kusch

Check-In-Schalter der Eurowings im Flughafen Düsseldorf. © dpa /Marcel Kusch

Nach dem eintägigen Flugbegleiterstreik sprechen Eurowings und die Gewerkschaft Ufo wieder miteinander. Man werde am Sonntagabend zu einem Gespräch zusammenkommen, teilte Eurowings mit.

Ziel sei es, kurzfristig zu einer Lösung des Konfliktes zu kommen. "Wir sind überzeugt, dass dies am besten über eine Schlichtung der offenen Tarifvertragsthemen zu erreichen ist", erklärte Personal-Geschäftsführer Jörg Beißel.

Auch für Germanwings soll eine Lösung her

Ufo hat auch für die kommende Woche mit zwei erneuten Streiktagen gedroht. Darauf werde man gern verzichten, wenn man inhaltlich vorankomme, erklärte Ufo-Tarifexperte Nicoley Baublies. "Wir haben alles demonstriert, was offenbar demonstriert werden musste."

Ein Streik hatte am Donnerstag einen großen Teil des Flugbetriebs der Lufthansa-Billigmarke Eurowings lahmgelegt. Grund dafür war ein Streik bei der Eurowings GmbH sowie der Germanwings. Beide sind für die Lufthansa-Billigmarke Eurowings unterwegs. Am Freitag war der Flugbetrieb wieder im normalen Umfang angelaufen.

© dpa, Oliver Berg Lesen Sie auch: Flugbegleiter-Streik bei Eurowings wird nächste Woche fortgesetzt

Auch für die Germanwings soll eine Lösung gefunden werden, zunächst ohne Schlichter. Zum strittigen Thema der Teilzeitregeln seien der Gewerkschaft mehrere Verhandlungstermine in der kommenden Woche übermittelt worden, hieß es in der Mitteilung der Fluggesellschaft.

Verhandlungen mit Verdi werden fortgesetzt

Am Freitag fand außerdem eine Verhandlungsrunde mit der Gewerkschaft Verdi statt, die ebenfalls einen Teil der Kabinenbeschäftigten bei Eurowings Deutschland vertritt und insofern mit der Ufo konkurriert.

Die DGB-Gewerkschaft fordert sieben Prozent mehr Geld. Laut Eurowings wurde nach konstruktiven Gesprächen für die kommende Woche ein Folgetermin vereinbart.

Von: ch, dpa-AFX
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