Germania-Folge: Rostock-Laage plant Kurzarbeit

08.02.2019 - 16:43 0 Kommentare

Germania war der wichtigste Carrier am Rostocker Airport. Kurzarbeit könnte die Folge für die knapp 200 Beschäftigen sein. Im vergangen Jahr verlor der Airport bereits wichtige Strecken.

Flugzeuge am Airport Rostock-Laage. - © © Flughafen Rostock-Laage -

Flugzeuge am Airport Rostock-Laage. © Flughafen Rostock-Laage

Der Einstellung des Germania-Flugbetriebs führt am Flughafen Rostock-Laage zu Kurzarbeit. "Nach jetzigem Stand soll etwa ein Viertel der Belegschaft zehn Stunden pro Woche weniger arbeiten", sagte Flughafen-Geschäftsführerin Dörthe Hausmann.

Mit der zuständigen Arbeitsagentur soll noch geklärt werden, ob das ab 1. März oder rückwirkend ab 1. Februar gelten kann. Am Flughafen arbeiten derzeit 199 Mitarbeiter. Es gebe eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat.

Zwei von drei Airlines Pleite

Germania hatte am Dienstag Insolvenz angemeldet und alle Flüge gestrichen. Der Marktanteil der Berliner Airline lag in Rostock-Laage bei 46 Prozent. Über die genauen wirtschaftlichen Folgen herrsche noch keine Klarheit, sagte Hausmann. Man hoffe, einen Teil der Flüge ersetzen zu können.

Anfang Januar verlor der Airport auch die Flüge nach Stuttgart. BMI Regional stellte die Strecke ein, da sich die Airline im Zuge des Brexit konsolidieren muss. Kurz vor der eigenen Insolvenz, stellte VLM im vergangenen September die Strecke von Antwerpen via Köln/Bonn nach Rostock-Laage ein.

Die einzig verbliebene Route ist aktuell die Verbindung nach München. BMI Regional fliegt die Strecke zweimal täglich.

© airliners.de, Lesen Sie auch: "Wir wollen Rostock als Ostseeflughafen etablieren" Interview mit Airportc-Chefin Dörte Hausmann

Der Passagierverkehr sei aber eines von vier Geschäftsfeldern des größten Flughafens im Nordosten. Die anderen Geschäftssegmente seien nicht betroffen. Die Kurzarbeit soll befristet werden.

Von: dpa, br
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