Easyjet verdient rund 22 Prozent weniger

15.11.2016 - 10:35 0 Kommentare

Rückschlag für Easyjet: Der Billigflieger hat im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende September rund 22 Prozent weniger verdient als im Vorjahr. Das hat mit dem Brexit-Votum und der Pfund-Schwäche zu tun.

Easyjet-Chefin Carolyn McCall.  - © © Easyjet -

Easyjet-Chefin Carolyn McCall. © Easyjet

Die Entscheidung der Briten zum EU-Austritt hält den Billigflieger Easyjet fest im Griff. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende September verdiente die britische Ryanair-Rivalin unter dem Strich mit 427 Millionen Pfund (496 Millionen Euro) rund 22 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Absturz der britischen Währung werde das Ergebnis auch im laufenden Geschäftsjahr deutlich belasten, warnte das Management um Unternehmenschefin Carolyn McCall jetzt bei der Bilanzvorlage.

Zahl der Fluggäste auf Rekordwert

Der Wertverlust des britischen Pfunds und die Verunsicherung der Reisenden infolge der Terroranschläge in Europa hinterließen in den Easyjet-Zahlen deutliche Spuren. Während die Zahl der Fluggäste um rund sieben Prozent auf den Rekordwert von 73 Millionen stieg, ging der Umsatz um 0,4 Prozent auf 4,67 Milliarden Pfund zurück.

Währungseffekte kosteten die Fluggesellschaft 112 Millionen Pfund. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet McCall mit einer zusätzlichen Belastung von 90 Millionen Pfund. Denn Easyjet muss Treibstoff und Flugzeuge in US-Dollar bezahlen, viele andere Kosten fallen in Euro an.

© Easyjet, Lesen Sie auch: Easyjet senkt Gewinnprognose deutlich ab

Die Easyjet-Aktie hat in diesem Jahr schon rund 40 Prozent an Wert verloren. Neben dem schwachen Pfund wirken sich dabei die unsicheren Perspektiven für die künftigen Flugrechte der Gesellschaft in Europa aus.

Um nach einem Brexit nicht vom Luftverkehrs-Binnenmarkt ausgeschlossen zu werden, will sich Easyjet eine eigene Fluglizenz in einem anderen EU-Staat sichern. Am Dienstag startete die Aktie allerdings mit einem Kursplus von rund zwei Prozent in den Handel.

Von: ch, dpa-AFX
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