Münster/Osnabrück: Vertrag mit Flughafenchef wird nicht verlängert

18.12.2015 - 13:43 0 Kommentare

Der Flughafen Münster/Osnabrück braucht demnächst einen neuen Chef. Der im Herbst 2016 auslaufende Vertrag mit Gerd Stöwer wird nicht verlängert. Für ihn gab es unter den Gesellschaftern keine Mehrheit mehr.

FMO-Geschäftsführer Gerd Stöwer mit Modell vor einer Ryanair-Maschine - © © dpa - Bernd Thissen

FMO-Geschäftsführer Gerd Stöwer mit Modell vor einer Ryanair-Maschine © dpa /Bernd Thissen

Seit Oktober 1996 leitet Gerd Stöwer den Flughafen Münster/Osnabrück- doch spätestens Ende September 2016 ist damit Schluss. Sein Vertrag wird nicht mehr verlängert, teilte der Airport jetzt mit.

Zwar habe es in einer extra gebildeten Personalkommission und im Aufsichtsrat eine Mehrheit für Stöwer gegeben, allerdings nicht in der entscheidenden Gesellschafterversammlung, wie es weiter hieß. Einige deren Mitglieder seien durch Weisungsbeschlüsse ihrer jeweiligen Gremien, in denen sich keine politischen Mehrheiten für Stöwer ergaben, gebunden gewesen und hätten entsprechend abgestimmt.

Nach dem Rat der Stadt Osnabrück und dem Steinfurter Kreistag hatte sich auch das Stadtparlament in Greven dagegen ausgesprochen, den Vertrag mit dem Flughafen-Chef zu verlängern, schreiben die "Westfälischen Nachrichten". Alle drei halten zusammen gut 53 Prozent der Anteile am Flughafen.

Stöwer bedauerte die Entscheidung. "Dennoch werde ich selbstverständlich mit der jetzt politisch getroffenen Entscheidung professionell umgehen und dem Unternehmen bis zum Ende meiner Vertragslaufzeit zur Verfügung stehen", sagte er laut Mitteilung.

© dpa, Bernd Thissen Lesen Sie auch: Ryanair zieht sich vom Flughafen Münster/Osnabrück zurück

Vor seiner Zeit am Flughafen Münster/Osnabrück hatte Stöwer als Geschäftsführer der Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle die beiden sächsischen Flughäfen nach der Wiedervereinigung mit aufgebaut. Davor war er in verschiedenen Führungspositionen bei der Lufthansa tätig. Insgesamt kann der Diplom-Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik und Professor für Luftverkehrspolitik und Flughafenbetrieb somit auf fast 30 Jahre Erfahrung in der Luftfahrt in Praxis, Wissenschaft und Lehre zurückblicken, wie es zu seiner Person weiter hieß.

Von: gk

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