Münchner Airport-Chef: Eurowings bleibt wohl vorerst letzter Neuzugang

13.03.2017 - 10:55 0 Kommentare

Der Flughafen München hat ohne eine dritte Start- und Landebahn keinen Platz für neue Fluggesellschaften. Das sagte jetzt Airport-Chef Michael Kerkloh. Über das Infrastruktur-Projekt soll bald entschieden werden.

Michael Kerkloh, Chef des Münchner Flughafens. - © © dpa - Andreas Gebert

Michael Kerkloh, Chef des Münchner Flughafens. © dpa /Andreas Gebert

Solange die dritte Piste nicht kommt, hat der Flughafen München keinen Platz mehr für neue Airlines. "Wir werden in den nächsten ein bis drei Jahren deutlich an Wachstum verlieren, da wir keine Kapazitäten mehr haben", sagte Airport-Chef Michael Kerkloh jetzt der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Lufthansa-Billigtochter Eurowings - die Ende März in München an den Start geht - werde wohl auf absehbare Zeit der letzte nennenswerte Neuzugang in an dem bayerischen Flughafen bleiben. Die Slots zu Stoßzeiten seien erschöpft, so Kerkloh.

Entscheidung über Piste soll bald fallen

Der Airport fordert schon länger den Bau einer dritten Start- und Landebahn. In diesem Frühjahr wollen die Flughafengesellschafter - die bayerische Staatsregierung, der Bund und die Stadt München - anhand neuer Zahlen und Prognosen bezüglich der Flugbewegungen entscheiden, ob das Projekt vorangetrieben werden soll oder nicht. Falls ja, käme es zu einem erneuten Bürgerentscheid in München.

Die Stadt München fühlt sich bisher an den ablehnenden Bürgerentscheid von 2012 gebunden. Juristisch liegen alle nötigen Genehmigungen für den Ausbau von Deutschlands zweitgrößtem Flughafen längst rechtskräftig vor.

Der Airport München hatte im vergangenen Jahr rund 42,3 Millionen Passagiere gezählt. Das sind drei Prozent mehr als 2015. Die Zahl der Flugbewegungen ging im Vergleich zu 2015 um vier Prozent nach oben. Insgesamt registrierte der Airport mehr als 394.000 Starts und Landungen.

Von: ch
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