Verkehrszahlen 2011 München erzielt neuen Passagierrekord

17.01.2012 - 14:37 0 Kommentare

Der Betreiber des Flughafens München hat die Verkehrsergebnisse für das Jahr 2011 vorgelegt. Demnach haben rund 38 Millionen Fluggäste im vergangenen Jahr Bayerns Luftverkehrsdrehkreuz genutzt. Das waren über drei Millionen mehr als im Vorjahr. Auch die Luftfracht legte zu.

Der Münchner Flughafen hat 2011 erneut einen Passagierrekord verbucht. Insgesamt zählte Deutschlands zweitgrößter Airport im vergangenen Jahr rund 38 Millionen Fluggäste, ein Plus von neun Prozent verglichen mit dem Rekordjahr 2010, wie das Unternehmen am Dienstag in München mitteilte.

Besonders stark legte der Europaverkehr am Münchner Flughafen zu: Das Angebot an europäischen Flugverbindungen ab München wurde von 22,2 Millionen Passagieren genutzt, über 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit 5,7 Millionen Fluggästen stieg die Anzahl der Reisenden im Interkontinentalverkehr gegenüber dem Vorjahr um knapp sieben Prozent. Der innerdeutsche Verkehr verzeichnete mit rund zehn Millionen Fluggästen einen Passagierzuwachs von knapp fünf Prozent.

Auch bei der Anzahl der Starts und Landungen verbuchte der Münchner Airport einen deutlichen Anstieg. Das Bewegungsaufkommen stieg um 20.000 beziehungsweise fünf Prozent auf 410.000 und liegt damit nur noch fünf Prozent unter den Rekordergebnissen von 2007 und 2008.

Die Nachfrage nach Transportleistungen im Bereich der Luftfracht hat 2011 ebenfalls noch einmal deutlich zugelegt. Das Frachtaufkommen von 286.000 Tonnen bedeutet einen neuen Rekordwert. Zusammen mit dem Luftpostaufkommen summiert sich die geflogene Fracht erstmals auf ein Cargo-Ergebnis von über 300.000 Tonnen. Dies ist ein Plus von sechs Prozent gegenüber 2010.

Damit arbeite der Flughafen in Stoßzeiten an der Kapazitätsgrenze. "In den Hauptverkehrszeiten gibt es keine freien Slots für Starts und Landungen mehr, so dass viele nachgefragte Verbindungen nicht realisiert werden können", sagte Flughafenchef Michael Kerkloh und betonte erneut die große Bedeutung der umstrittenen geplanten dritten Startbahn. "Nur so kann der Flughafen München auch künftig den steigenden Mobilitätsbedarf in der Bevölkerung decken und seine wichtige Rolle als Konjunktur- und Beschäftigungsmotor optimal ausfüllen."

Erst am Montag hatte die Staatsregierung den Baubeginn für die dritte Bahn verschoben und will die Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) über Klagen der Bahn-Gegner abwarten. Zugleich betonte Finanzminister Markus Söder (CSU), dass der Freistaat an dem 1,2 Milliarden Euro teuren Projekt festhalte. Der Ausbau ist seit längerem geplant, um die Kapazität des Flughafens deutlich aufzustocken. Seit der Eröffnung des Airports 1992 hat sich die Passagierzahl im Erdinger Moos mehr als verdreifacht.

Von: airliners.de mit dpa, FMG
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