Müller sinniert über Teileröffnung des BER

29.01.2018 - 17:05 0 Kommentare

Nach Ansicht von Berlins Bürgermeister Müller könnte der BER auch "schrittweise" eröffnen - beginnend nicht mit dem Hauptterminal, sondern dem Neubau. Allerdings befindet sich dieser aktuell noch in der Planung.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD). - © © dpa - Gregor Fischer

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD). © dpa /Gregor Fischer

Erst im Dezember hat die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB) den siebten Eröffnungstermin für den Pannenflughafen BER auf den Oktober 2020 terminiert.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat im Interview mit der "Berliner Morgenpost" davon gesprochen, dass der BER vielleicht auch "schrittweise" und schon vor dem offiziell geplanten Termin im Oktober 2020 seinen Betrieb aufnehmen könne. Dabei geht es nicht um das problematische Hautterminal, sondern um das bis zum Frühjahr 2020 fertiggestellte Terminal T1-E.

Einzelheiten der Idee

Die kursierende Idee lautet: Wenn das neue Terminal T1-E wirklich im Frühsommer 2020 fertig wäre und damit vor dem Hauptterminal, könnten erste Billigflieger von den bisherigen beiden Standorten Tegel und Schönefeld in das neue Abfertigungsgebäude umziehen.

Diese Idee habe nach Müller auch schon in den Gesprächen zur Großen Koalition eine Rolle gespielt. "Politisch können wir uns das vorstellen" sagte er und schränkte aber gleichzeitig ein, dass die Experten entscheiden müssen, ob das fachlich Sinn mache.

Platz für sechs Millionen Passagiere

Nach Planungen der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) wird das Terminal T1-E bis zum Frühsommer 2020 vor dem fertigen Pier Nord des BER entstehen und komplett autark funktionieren, mit einem eigenem Check-In, Sicherheits- und Gepäckbereich.

Die Kapazität soll bei rund sechs Millionen Passagieren pro Jahr liegen - die Kosten bei rund 100 Millionen Euro. Das T1-E ist Teil des "Masterplans 2040", der im September 2017 vorgestellten Planung zur schrittweisen Kapazitätserweiterung des BER.

© dpa, Lesen Sie auch: BER-Chef präzisiert "Masterplan 2040"

Nach Informationen der Zeitung, hält Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup diese "schrittweise Eröffnung" für unrealistisch. Bei den Grünen hat sich unter anderem Fraktionschef Anton Hofreiter in der Vergangenheit positiv einem solchen Plan gegenüber geäußert. Auch die Berliner FDP sieht in diesen Plänen ihre Forderung nach zwei Berliner Flughäfen bestätigt. Manche Stimmen aus der Politik warnen vor negativen Signalen, die eine schrittweise Eröffnung auslösen könnte.

Von: br
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. Fraport-Chef Schulte reagiert auf Spohr-Vorschlag

    Lufthansa-Chef Spohr bringt als mögliche Antwort auf die Probleme im Luftverkehr eine Deckelung der Eckwerte ins Gespräch. Fraport-Chef Schulte erteilt dem eine Absage und skizziert, wann Frankfurt wie wachsen will.

    Vom 13.09.2018
  • Flugzeuge am Airport München. Verbände kritisieren München-Moratorium

    Die neue bayerische Landesregierung legt die Dritte Bahn am Flughafen München erst einmal auf Eis. ADV und BDL kritisieren diese Entscheidung. Ein Experte sieht darin aber auch eine Chance.

    Vom 05.11.2018
  • Die Chefs der vier größten deutschen Flughäfen haben sich in einem Brief an Bundesverkehrsminister Scheuer gewandt. Airport-Chefs stellen sich gegen Lufthansa-Plan

    Vor dem Luftfahrtgipfel wenden sich die Chefs der vier größten deutschen Airports in einem Brief an den Bundeswirtschaftsminister. Die Forderung: Dem Lufthansa-Plan nach einer Slot-Reduzierung eine Absage erteilen.

    Vom 05.10.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus