"Ja zur 3. Startbahn"

MUC: Ausbau-Befürworter starten Kampagne

07.03.2012 - 15:48 0 Kommentare

Unter dem Motto "Ja zur 3. Startbahn" machen Befürworter des Münchner Flughafenausbaus mobil. Mehr als 35 Unternehmen und Verbände unterstützen die Initiative, mit der die Bürger von den Vorteilen des Ausbaus überzeugt werden sollen.

(v.l.) Bernhard Loos (Bürgerinitiative für die 3. Startbahn), Josef Schmid (CSU), Alexander Reissl (SPD), Michael Mattar (FDP), Michael Kerkloh (Flughafen München) und Manfred Rothkopf (IHK) stehen am 07.03.2012 während einer Pressekonferenz in München hinter einem Transparent, das für die 3. Startbahn am Münchner Flughafen wirbt.  - © © dpa - Nuri Almak

(v.l.) Bernhard Loos (Bürgerinitiative für die 3. Startbahn), Josef Schmid (CSU), Alexander Reissl (SPD), Michael Mattar (FDP), Michael Kerkloh (Flughafen München) und Manfred Rothkopf (IHK) stehen am 07.03.2012 während einer Pressekonferenz in München hinter einem Transparent, das für die 3. Startbahn am Münchner Flughafen wirbt. © dpa /Nuri Almak

Knapp drei Monate vor dem geplanten Bürgerentscheid über die dritte Startbahn am Münchner Flughafen machen die Befürworter des Ausbaus mit einem gemeinsamen Bündnis mobil. "Wir wollen die Bürger überzeugen", sagte Sprecher Stephan Heller bei der Vorstellung der Kampagne "Ja zur 3. Startbahn" am Mittwoch in München.

Initiiert wurde der Zusammenschluss von SPD, CSU und FDP, die sich bereits im Münchner Stadtrat für die Flughafenerweiterung ausgesprochen haben. Dem Bündnis gehören zudem mehr als 35 Unternehmen, Verbände und Vereine an, darunter der Flughafen München, die Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie der Hotel- und Gaststättenverband. Auch die Messe München, die Wacker Chemie AG, der Münchner Feinkosthändler Käfer sowie die Vereine FC Bayern München und TSV 1860 München sind dabei.

Darüber hinaus werde das Bündnis von prominenten Befürwortern unterstützt, betonte Heller. Unter ihnen seien die Moderatorin Nina Ruge, die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, die Skifahrerin Maria Höfl-Riesch sowie Unternehmer und Skilegende Willy Bogner. Sie sollen als Botschafter fungieren. Neben einer eigenen Website ( www.ja-zur-3.de ) und einem Facebook-Auftritt ( www.facebook.com/jazur3 ) gibt es auch ein Bürgerbüro in der Münchner Schrannenhalle.

"Am Anschlag"

Bei der gemeinsamen Pressekonferenz betonten die Gründer des Bündnisses die Vorteile, die der Flughafenausbau für die Wirtschaft, aber auch für die Bürger in der Region habe. Mit einem Ausbau könnte die Zahl der Arbeitsplätze rund um den Flughafen in den nächsten 20 Jahren von derzeit 30.000 auf 50.000 steigen, betonte Sprecher Heller.

München brauche die dritte Startbahn, "um den Anschluss an die Wettbewerbsregionen in der Welt nicht zu verlieren", sagte CSU-Fraktionschef Josef Schmid. Flughafen-Chef Michael Kerkloh betonte noch einmal die Notwendigkeit eines schnellen Ausbaus. "Wir sind am Anschlag", sagte er mit Blick auf die derzeitige Auslastung des Flughafens.

Finanziert wird das Bündnis "Ja zur 3. Startbahn" den Angaben zufolge durch Zuwendungen der unterstützenden Unternehmen. Viele Helfer würden sich ehrenamtlich engagieren. Die Münchner stimmen voraussichtlich am 17. Juni in einem Bürgerentscheid über die dritte Start- und Landebahn ab.  

Von: dapd
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