MTU-Chef sieht 2018 als "Übergangsjahr"

13.12.2017 - 12:40 0 Kommentare

Der Chef des Triebwerkshersteller MTU Aero Engines, Reiner Winkler, sieht das kommende Geschäftsjahr als "Übergangsjahr". Er erwarte daher einen moderaten Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (Ebit), sagte der Vorstandsvorsitzende nun.

Reiner Winkler - © © MTU -

Reiner Winkler © MTU

Getragen werden solle das Plus vom zivilen Triebwerksgeschäft sowie des Instandhaltungs- und Ersatzteilgeschäft. Am stärksten dürfte der Umsatz dabei mit etwa 30 Prozent beim zivilen Seriengeschäft wachsen, hieß es.

Die Getriebefan-Produktion dürfte dabei im kommenden Jahr ihren Höhepunkt erreichen. Das Geschäft mit Triebwerken für militärische Zwecke dürfte nach dem erwarteten Rückgang im laufenden Jahr 2018 stagnieren.

Winkler prognostiziert Margendruck bei ziviler Instandhaltung

Winkler sieht sein Unternehmen nach den jüngsten Investitionen nun in eine Konsolidierungsphase übergehen, in der er bis 2025 für MTU weiterhin wachsende Gewinne avisiert. So dürfte im ertragsstarken Ersatzteil- und Instandhaltungsgeschäft das starke Wachstum anhalten, wobei der Manager jedoch bei der zivilen Instandhaltung mit anhaltendem Margendruck rechnet.

Für das Militärgeschäft erwartet Winkler eine Rückkehr zum Wachstum für 2020, bis 2027 soll ein Niveau von rund 500 Millionen Euro erreicht werden. 2017 erwartet MTU 400 Millionen Euro.

Ergebnis-Prognose erhöht

Ab Mitte der 2020er erwartet Winkler dann neue Flugzeugentwicklungen, die MTU die Möglichkeit böten, den Marktanteil auszubauen.

© dpa, Peter Steffen Lesen Sie auch: MTU Aero Engines profitiert von der starken Nachfrage

MTU profitiert aktuell stark von der Nachfrage nach Ersatzteilen und hatte für 2017 erst Ende Oktober die Gewinnprognose erhöht. Das Ebit soll statt 560 Millionen nun 600 Millionen Euro erreichen, der bereinigte Überschuss statt auf 390 Millionen auf 420 Millionen Euro zulegen. Die Umsatzprognose wurde hingegen wegen des schwachen Dollar auf 5,1 Milliarden Euro gekappt.

Von: cs, dpa-AFX
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Lufthansa Technik und MTU führen bereits seit 2003 ein Joint-Venture in Malaysia. Lufthansa und MTU gründen Joint-Venture in Polen

    Lufthansa und der Münchner Triebwerksbauer MTU wollen ihren gemeinsamen Wartungsstandort in Polen aufbauen. MTU und die Lufthansa-Wartungssparte Lufthansa Technik hätten die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens EME Aero jetzt unterzeichnet, teilten beide Gesellschaften mit.

    Vom 06.12.2017
  • Singapore Airlines betreibt aktuell 19 Langstreckenflugzeuge des Typs A380. Kein Flop, aber auch kein herkömmlicher Erfolg

    Kommentar zur A380 Airbus diskutiert offenbar das Ende der A380. Dabei ist der Doppelstöcker nicht der von vielen Seiten genannte Flop, meint Andreas Sebayang. Immerhin sind über 200 Maschinen des Typs im Einsatz.

    Vom 02.01.2018
  • Leitwerk einer Air-Berlin-Maschine. Das lange Ende der Air Berlin

    Rückblick Der Fall der Air Berlin ordnet die Machtverhältnisse am europäischen Himmel neu. Lufthansa, Easyjet sowie IAG kaufen Teile der Konkurrentin. Auf der Strecke bleiben viele Mitarbeiter. airliners.de blickt auf die Pleite des Jahres zurück.

    Vom 29.12.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus