Strategische Erwägungen

Monarch Airlines storniert 787-Auftrag

09.09.2011 - 10:12 0 Kommentare

Die britische Monarch Airlines hat ihre Bestellung über sechs Boeing 787 zurückgezogen. Der Flugzeughersteller Boeing hatte die Stornierung kürzlich bereits ohne Nennung des Kunden in seiner Auftragsstatistik vermerkt.

Darstellung einer Boeing 787 in den Farben der Monarch Airlines - © © Boeing -

Darstellung einer Boeing 787 in den Farben der Monarch Airlines © Boeing

Die britische Monarch Airlines hat ihren Auftrag über sechs Boeing 787 vollständig storniert. Die Fluggesellschaft hat ihre Bestellung noch einmal überdacht und sich schließlich gegen den Kauf der Flugzeuge entschieden. Hintergrund ist – neben den Verzögerungen im 787-Programm – auch der strategische Entschluss, sich im Liniengeschäft zunächst verstärkt auf Kurzstrecken zu konzentrieren.

Monarch Airlines hatte die sechs Flugzeuge im Jahr 2006 bestellt und sollte sie ursprünglich bereits ab 2010 erhalten. Durch die Programmverzögerungen hätte die Lieferung jedoch erst gegen 2014 beginnen können. Der US-Flugzeughersteller Boeing hatte die stornierten Dreamliner vor zwei Wochen bereits in seiner Auftragsstatistik vermerkt, zu jenem Zeitpunkt allerdings noch ohne Zuordnung des Kunden.

Auf die Aktivitäten der MRO-Sparte Monarch Aircraft Engineering soll die Abbestellung der 787 jedoch keinen Einfluss haben – das Unternehmen wird laut Monarch wie geplant ab 2012 Wartungsdienstleistungen für den Dreamliner anbieten.

Monarch Airlines gehört zum britischen Touristikkonzern Monarch Holdings plc. Sie führt mit einer Flotte von 30 Flugzeugen Charter- und Linienflüge durch.  

Von: airliners.de
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Ein Airbus A350-900 der Lufthansa. Lufthansa steht wohl vor Großbestellung

    Lufthansa überlegt offenbar, weitere Langstrecken-Jets zu ordern - entweder A350-Maschinen oder "Dreamliner" von Boeing. Sie könnten als Ersatz für die alternde A340-Flotte dienen.

    Vom 23.10.2018
  • Heckflosse der Boeing 737. Boeing steht vor Lieferschwierigkeiten

    Neben Airbus plagen jetzt auch US-Hersteller Boeing Lieferschwierigkeiten. Laut einem Medienbericht soll eine Vielzahl von 737-Maschinen bei Seattle abgestellt sein. Die Gründe liegen wohl nicht nur bei den Zulieferern.

    Vom 21.08.2018
  • Endmontage im Airbus-Werk in Tianjin. Airbus hofft auf Großauftrag aus China

    Airbus könnte aus China eine Bestellung über 180 Flugzeuge bekommen. Laut einem Bericht wirbt Konzernchef Enders jetzt in Peking um den Deal - und hofft vom Handelskrieg mit den USA zu profitieren.

    Vom 27.09.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus