Mobilfunk-Technik soll Drohnen-Sicherheit erhöhen

20.02.2018 - 14:06 0 Kommentare

Mobilfunk-Unternehmen forschen an verschiedenen Möglichkeiten, die Drohnen-Sicherheit im Flugverkehr zu erhöhen. Die Telekom geht voraus, nun zieht auch Vodafone mit einem Ansatz nach.

Drohnen im Flug. - © © dpa - Andreas Arnold

Drohnen im Flug. © dpa /Andreas Arnold

Mobilfunk-Unternehmen wollen mit Erkennungssystemen für Drohnen für mehr Sicherheit im Flugverkehr sorgen. Vodafone setzt dabei auf den schnelle Mobilfunkstandard LTE. Er sei die Basis für das neue Radio Positioning System (RPS), teilte das Unternehmen mit. Für dieses Jahr plant Vodafone noch weitere Tests in Spanien und Deutschland, ab 2019 solle das Drohnen-Erkennungssystem kommerziell nutzbar sein.

Drohnen sind auf dem Radar nicht sichtbar und damit ein Alptraum für jede Flugsicherung.

DFS-Chef Klaus-Dieter Scheurle

Dabei werden die Drohnen mit LTE-Modulen ausgestattet und senden darüber ihre Flugdaten an eine Basisstation. Nähern sich Drohnen einer Sicherheitszone etwa auf einem Flughafen, können die Fluggeräte von Behörden automatisch an einer sicheren Stelle zur Landung gezwungen oder zum Betreiber zurückgelotst werden.

Deutsche Telekom forscht mit DFS

Die Deutsche Telekom betreibt mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) ein Forschungsprojekt, um die zunehmende Zahl von Drohnen mit Hilfe von Mobilfunk-Technik unter Kontrolle bekommen. Dabei wurden Mobilfunkmodule in die Fluggeräte eingebaut werden, die unter anderem GPS-Daten senden sollen. Als "fliegende Mobiltelefone" könnten sie aber jederzeit geortet und überwacht werden.

Im vergangenen Juli stellte die Telekom bereits den "Magenta Schutzschirm" vor. Das System erkennt und warnt vor Drohnen und verwendet dazu Technik von Partnern. Der "Magenta Schutzschild" sei ein Baukasten-System. "Der Kunde entscheidet, ob er auf Radiofrequenz, Video- oder Audio- oder Radar-Erkennung setzt oder eine Kombination." Das System integriere die Sensoren verschiedener Hersteller.

© dpa, Felix Kästle Lesen Sie auch: 2017 knapp 90 Drohnen-Zwischenfälle in Nähe von Flugzeugen

Allein in Deutschland nehme die Zahl der von Piloten gemeldeten Zwischenfälle stetig zu, betonte Vodafone. Viele Drohnen seien inzwischen oft zu klein, um überhaupt vom konventionellen Radar erkannt zu werden.

Die LTE-Module sollen dagegen Flugdaten in Echtzeit übermitteln können. Das Konzept sei in Zusammenarbeit mit der Europäischen Agentur für Flugsicherheit EASA erarbeitet worden und soll die Behörde bei der Entwicklung neuer europäischer Vorschriften für den Betrieb von Drohnen unterstützten.

Von: br, dpa
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