"Miles & More"-Prämien dürfen nicht weiterverkauft werden

29.10.2014 - 12:50 0 Kommentare

Lufthansa-Kunden dürfen ihre Bonusmeilen und Prämien nicht an Dritte verkaufen. Mit dieser Entscheidung hat der Bundesgerichtshof die "Miles & More"-Regularien der Kranichairline bestätigt. Anders sieht es mit dem Verschenken aus.

'Miles & More'-Kreditkarte der Lufthansa - © © dpa - Jens Büttner

'Miles & More'-Kreditkarte der Lufthansa © dpa /Jens Büttner

Vielflieger der Lufthansa dürfen ihre Prämien aus dem "Miles & More"-Programm nicht an Dritte verkaufen. Die Teilnahmebedingungen der Lufthansa, die den Tausch, Verkauf oder die sonstige Weitergabe der Prämien verbieten, sind rechtens, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil entschied. (Az. X ZR 79/13)

Damit scheiterte die Klage eines Lufthansa-Vielfliegers. Er hatte Bonusmeilen für Flüge zwischen Frankfurt, Los Angeles und New York im Wert von 3000 Euro verwendet - aber für jemand anders gebucht. Die Lufthansa kündigte dem Mann daraufhin 2011 den Teilnahmevertrag fristlos und entzog ihm den Vielfliegerstatus. Zu Recht, wie der BGH nun entschied.

Laut Urteil handelt es sich bei "Miles & More" um ein Kundenbindungsprogramm. Die Lufthansa habe deshalb selbst bestimmen können, dass Teilnehmer Flugprämien, die sie nicht selbst nutzen wollen, allenfalls an Verwandte oder nahestehende Personen verschenken dürfen. Der Verkauf von Prämientickets an unbekannte Dritte sei deshalb wie im aktuellen Fall unzulässig. Wegen des Verstoßes gegen diese Teilnahmebedingung habe die Lufthansa dem Kläger auch den Vielfliegerstatus entziehen können.

Von: AFP, dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

  • Andreas Mundt. "Verfahren nicht allein wegen Easyjet entbehrlich"

    Höhere Ticketpreise nach dem Air-Berlin-Aus: Das Bundeskartellamt nimmt Lufthansa ins Visier und beendet die Vorprüfung nun auch nicht, weil Easyjet auf einmal innerdeutsche Konkurrentin ist.

    Vom 29.01.2018
  • Luftrecht kann eine komplizierte Angelegenheit sein. Airline muss bei Stornierung "Taxes" zurückzahlen

    Storniert ein Fluggast ein Ticket, ist die Airline verpflichtet, alle als "Taxes" ausgewiesenen Steuern und Gebühren zu erstatten - unabhängig davon, was sich hinter den einzelnen Posten verbirgt. Die anderen Kostenteile kann die Fluggesellschaft hingegen einbehalten.

    Vom 30.01.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus