MH370-Wrack im Indischen Ozean vermutlich weiter südlich

20.06.2014 - 12:58 0 Kommentare

Die bisherige Suche nach der verwundenen Boeing mit der Flugnummer MH370 hat womöglich am falschen Ort stattgefunden. Neue Datenanalysen deuten auf einen Absturzort weiter südlich hin.

Eine Frau betet in Malaysia für die Opfer vom Flug MH370. - © © dpa - EPA/AZHAR RAHIM

Eine Frau betet in Malaysia für die Opfer vom Flug MH370. © dpa /EPA/AZHAR RAHIM

Irrtümlich als Blackbox-Signal ausgelegte Geräusche haben Experten auf der Suche nach dem Wrack des verschollenen Fluges MH370 offenbar auf eine falsche Fährte gelockt. Das Flugzeug sei nach einer neuen Datenanalyse wahrscheinlich weiter südlich als angenommen abgestürzt, sagte Martin Dolan, Chef der australischen Transportsicherheitsbehörde, am Freitag im australischen Rundfunk.

Die nächste Suchaktion, die im August beginnen soll, konzentriere sich deshalb auf ein Gebiet etwa 1800 Kilometer westlich der Westküstenstadt Perth. Dort waren Suchexperten bereits: von Flugzeugen aus begannen sie zehn Tage nach dem Absturz am 8. März, die Meeresoberfläche nach Wrackteilen abzusuchen, aber vergeblich.

Als ein Schiff Anfang April weiter nördlich Signale auffing, die von einer Blackbox hätten stammen können, wurde das Suchgebiet 800 Kilometer weiter nach Norden verlegt. Bis Ende Mai wurde dort aber keine Spur des Wracks gefunden. Experten meinten schließlich, die Signale hätten vermutlich von Schiffen in der Region gestammt.

MH370 war mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking vom Kurs abgekehrt und ist nach Erkenntnissen der Ermittler Stunden später tausende Kilometer weiter südlich im Indischen Ozean abgestürzt. Die malaysische Polizei geht davon aus, dass die Kommunikationsgeräte an Bord absichtlich abgestellt wurden.

Vor der neuen Suche lassen die australischen Behörden den teils 6000 Meter tiefen Meeresboden in der Suchregion vermessen. Dafür heuerten sie die niederländische Firma Fugro Survey an. Rob Luijnenburg koordiniert die Arbeit an Bord des Schiffes «Fugro Equator». Die Gegend sei besonders schwierig zu erkunden, sagte er dem Sender ABC: «Der Meeresboden hat Berge und Täler und mit sieht kaum etwas.»

© dpa, Ahmad Yusni Lesen Sie auch: Inmarsat: MH370 nicht an vermuteter Absturzstelle gesucht

Von: dpa
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