MH370-Suchgebiet wird trotz Kieler Analyse nicht verändert

02.09.2015 - 16:06 0 Kommentare

Die australischen Experten halten bei ihrer Suche nach Flug MH370 an ihrem bisherigen Suchgebiet fest. Zuvor waren Kieler Meeresforscher zu einem anderen Ergebnis gekommen und hatten neue Hinweise geliefert.

Ein Flugzeug des französischen Militärs auf der Suche nach Flug MH370. - © © dpa/EPA - PATRICK BECOT/FAZSOI

Ein Flugzeug des französischen Militärs auf der Suche nach Flug MH370. © dpa/EPA /PATRICK BECOT/FAZSOI

Bei der Suche nach der verschollenen Malaysia-Airlines-Boeing (Flug MH370) halten die Australier trotz einer neuen Analyse aus Kiel an ihrem bisherigen Suchgebiet fest. Die Experten seien sicher, dass sie in der richtigen Region suchen, teilte ein Sprecher der Transportsicherheitsbehörde jetzt mit.

Die Meeresforscher des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung vermuten das Wrack 3500 Kilometer weiter nördlich, wie sie am Dienstag in Kiel berichteten. Ausgehend von der auf La Réunion gefundenen Flügelklappe (Flaperon) des Flugzeugs kamen sie nach einer Computeranalyse der Strömungen im Ozean zu ihrem Ergebnis.

Die Boeing 777 der Malaysia Airlines war am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord vom Kurs abgewichen und spurlos verschwunden. Satellitensignale zeigten, dass die Maschine nach der Kursänderung stundenlang weiterflog.

Derzeitiges Suchgebiet ist 120.000 Quadratkilometer groß

"Unser Suchgebiet basiert auf Satellitenkommunikationsdaten mit dem Flugzeug und der Leistung der Maschine. Diese Daten sind monatelang erschöpfend von Experten analysiert worden", teilte die Behörde mit. "Wir verlassen uns nicht auf die Entdeckung von angeschwemmten Wrackteilen, um das Suchgebiet zu bestimmen."

Das Wrack wird seit Monaten in einem 120.000 Quadratkilometer großen Korridor rund 2000 Kilometer westlich von Perth an der australischen Westküste gesucht. Geomar hält es für wahrscheinlicher, dass die Maschine weiter nördlich, womöglich vor dem Küsten der indonesischen Inseln Sumatra und Java, abstürzte.

© dpa, Carsten Rehder Lesen Sie auch: Kieler Meeresforscher haben neue Hinweise im Fall MH370

Nach dem Fund der Flügelklappe hätten Wissenschaftler die Strömungen im Indischen Ozean erneut unter die Lupe genommen, teilte die australische Behörde mit. Sie seien zu dem Schluss gekommen, dass ein Wrackteil aus dem Absturzgebiet durchaus in La Réunion angespült worden sein könnte.

Von: ch, dpa
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