MH370-Suche vorerst ergebnislos beendet

30.05.2014 - 12:41 0 Kommentare

Fast drei Monate nach dem mysteriösen Verschwinden von Flug MH370 ist der Sucheinsatz eines Tauchroboters in einem Teil des Indischen Ozeans ergebnislos beendet worden.

Ein unbemanntes U-Boot wird zu Wasser gelassen.

Ein unbemanntes U-Boot wird zu Wasser gelassen.
© Australian Defence

Die Stellen, an denen die möglichen Blackbox-Pings empfangen wurden und das anhand der Signale eingegrenzte Suchgebiet.

Die Stellen, an denen die möglichen Blackbox-Pings empfangen wurden und das anhand der Signale eingegrenzte Suchgebiet.
© AMSA

Das Flugzeugwrack von Malaysia Airlines Flug MH370 befindet sich nicht im abgesuchten Unterwassergebiet südlich der Westküste Australiens. Dies sei das Ergebnis der abgeschlossenen Suche in dem 850 Quadratkilometer großen Gebiet im Indischen Ozean, teilte das zuständige Koordinationszentrum JACC in Perth am Donnerstag mit.

Das Zentrum hatte sechs Wochen lang mit der Tauchdrohne «Bluefin-21» den Meeresgrund abgesucht, ohne Hinweise auf Flugzeugtrümmer zu finden. Die australische Transportsicherheitsbehörde betrachte nun die Suche im Gebiet der erfassten akustischen Signale als abgeschlossen, erklärte das JACC. «Aus ihrer professionellen Sicht kann das Gebiet als endgültige Ruhestätte von MH370 ausgeschlossen werden.»

Im vergangenen Monat waren aus diesem Gebiet Signale aufgefangen worden, von denen man vermutete, dass sie von der Blackbox der Maschine der Malaysia Airlines stammten. Ein ranghoher Ingenieur der US-Marine, Michael Dean, sagte indes zu CNN, die Töne seien vermutlich gar nicht von dem Gerät gekommen. Möglicherweise seien sie vielmehr von den Suchgerätschaften selbst ausgelöst worden und hätten die Suchmannschaften so in die Irre geführt.

Australien rechnet weiter fest mit Erfolg bei Suche

Die Boeing 777 war am 8. März auf seinem Flug von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. Was mit dem Flugzeug passierte, ist völlig unklar. Ermittler gehen davon aus, dass die Maschine mit 239 Menschen an Bord ins Meer stürzte.

Das Koordinationszentrum kündigte an, weiter Daten auszuwerten, um ein neues Suchgebiet festzulegen. Auch werde man den Meeresboden weiter kartografieren, um Hinweise auf das Schicksal des Flugzeuges zu finden. Diese Aufgabe übernehmen in den nächsten drei Monaten das chinesische Schiff «Zhu Kezhen» mit Unterstützung des chinesischen Schiffs «Haixun 01» und des malaysischen Schiffs «Bunga Mas 6». Nach JACC-Angaben plant zudem ein kommerzieller Anbieter eine einjährige Suche nach Wrackteilen am Meeresgrund, die im August starten soll. Der südliche Suchkorridor über dem Ozean, aus dem der letzte Satellitenping gekommen sein könnte, ist 60.000 Quadratkilometer groß.

Trotz der bislang ergebnislosen Suche nach Flug MH370 sind die australischen Behörden zuversichtlich, dass die Unglücksmaschine noch gefunden werden kann. Die mit Hilfe von Satellitendaten berechnete Flugroute über dem Indischen Ozean sei "endgültig", sagte der Chef der australischen Flugsicherheitsbehörde ATSB, Martin Dolan, der Nachrichtenagentur AFP. "Wir wissen, dass das Flugzeug irgendwo in der Nähe dieses sehr langen Bogens gefunden werden wird."

Von: dpa, AFP
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