Farnborough 2010

Messeauftakt mit Milliardenaufträgen

19.07.2010 - 18:40 0 Kommentare

Bereits am ersten Tag der Farnborough International Airshow wurden Milliardenaufträge unterzeichnet. Boeing erhielt unter anderem einen Großauftrag von Emirates, Airbus konnte sich über eine umfangreiche Bestellung eines neuen Leasingunternehmens freuen.

J. Plueger (President und COO von ALC), J. Leahy (Airbus-Verkaufschef) und S. Udvar-Hazy (Chairman und CEO von ALC) bei der Bekanntgabe ihres Gro

J. Plueger (President und COO von ALC), J. Leahy (Airbus-Verkaufschef) und S. Udvar-Hazy (Chairman und CEO von ALC) bei der Bekanntgabe ihres Gro
© Airbus - H. Gouss

Airbus A330 der Aeroflot

Airbus A330 der Aeroflot
© Airbus - H. Goussé

Emirates bestellt in Farnborough 30 weitere Boeing 777-300ER. (v.l.: Jim Albaugh, President und CEO Boeing Commercial Airplanes, Scheich Ahmed Bin Saeed Al-Maktoum, Chairman und CEO von Emirates, Scheich Mohammed bin Rashid Al-Maktoum, Premierminister und Vizepräsident der VAE und Herrscher von Dubai, sowie David Joyce, President und CEO von GE Aviation)

Emirates bestellt in Farnborough 30 weitere Boeing 777-300ER. (v.l.: Jim Albaugh, President und CEO Boeing Commercial Airplanes, Scheich Ahmed Bin Saeed Al-Maktoum, Chairman und CEO von Emirates, Scheich Mohammed bin Rashid Al-Maktoum, Premierminister und Vizepräsident der VAE und Herrscher von Dubai, sowie David Joyce, President und CEO von GE Aviation)
© Emirates

Boeing 777 der Emirates

Boeing 777 der Emirates
© Boeing

Boeing 737-800 in GECAS-Farben

Boeing 737-800 in GECAS-Farben
© Boeing

Bombardier Global 5000

Bombardier Global 5000
© Bombardier

Am ersten Messetag der Farnborough International Airshow in der Nähe von London wurden bereits die ersten Großaufträge vergeben. So bestellte die in Dubai beheimatete Fluggesellschaft Emirates 30 Großraumflugzeuge vom Typ Boeing 777-300ER, wie beide Seiten am Montag mitteilten. Mit 86 Maschinen betreibt Emirates bereits jetzt die größte 777-Flotte der Welt.

Emirates hat sich nun außerdem auf einen Triebwerkstyp für ihre 32 auf der ILA georderten A380 festgelegt. Heute bestellte die Airline Triebwerke des Typs Engine Alliance GP7200 und schloss einen entsprechenden Wartungsvertrag ab. Auch die elf A380, die Emirates bereits betreibt, sind mit GP7200-Triebwerken ausgestattet.

Einen weiteren Auftrag erhielt Boeing von GECAS. Die Leasinggesellschaft orderte 40 Boeing 737-800.

Gleichzeitig konnte sich aber auch der Wettbewerber Airbus unter anderem über einen Großauftrag von GECAS freuen: Bei dem europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern gab GECAS 60 Flugzeuge aus der A320-Familie in Auftrag.

Die kürzlich gegründete Flugzeugfinanzierungs- und leasinggesellschaft Air Lease Corporation (ALC) gab eine Festbestellung über 20 Airbus A321 und 31 Airbus A320 auf. Chairman und CEO von ALC ist Steven Udvar-Hazy, der frühere Chef der International Lease Finance Corporation (ILFC).

Auftraggeber   Anzahl   Typ   Anmerkung  
Bestellungen Farnborough - 19.07.2010
Emirates 30   Boeing 777-300ER -  
GECAS 40   Boeing 737-800   -  
ALC 20   Airbus A321 -  
ALC 31   Airbus A320 -  
Aeroflot 11 Airbus A330-300 -
GECAS 60   Airbus A320 -  
Qatar Airways 2   Bombardier Global 5000   -  
Azul 5   Embraer 195   -  
Kartika Airlines 30   Suchoi Superjet100 -  
Norwegian Air Shuttle 15   Boeing 737-800   Optionen umgewandelt  

Die Fluggesellschaft Aeroflot gab ebenfalls eine Bestellung bei Airbus auf. Wie Airbus mitteilte, wurde am Montag eine Festbestellung über elf Airbus A330-300 unterzeichnet. Die Maschinen sollen mit einer Zwei-Klassen-Konfigurierung versehen werden. Zu Auslieferungszeiträumen wurden bisher keine Einzelheiten bekannt gegeben.

Airbus hatte bereits im Vorfeld der Messe große Erwartungen geäußert. Der Flugzeughersteller will die Zahl der Neubestellungen vom ersten Halbjahr im Laufe der Woche verdoppeln.

Auch Bombardier konnte einen Auftrag verkünden. Qatar Airways bestellte bei dem kanadischen Flugzeughersteller zwei Businessjets des Typs Global 5000, die im Herbst 2010 und im August 2011 ausgeliefert werden sollen.

Der russische Flugzeugbauer Suchoi liefert 30 Flugzeuge des neuen Typs Superjet-100 an die indonesische Gesellschaft Kartika Airlines. Der Vertrag hat einen Wert von 951 Millionen Dollar, teilte der Hersteller am Montag in Moskau mit. Der Superjet100 ist das erste seit dem Ende der Sowjetunion neuentwickelte Passagierflugzeug Russlands.

Suchoi-Präsident Wladimir Prissjaschnjuk nannte den Vertrag mit Kartika einen Durchbruch. Es sei zu hoffen, dass das in seiner Klasse international vergleichsweise preiswerte Flugzeug nun noch mehr Abnehmer in Südostasien finde.

Wie am Montag weiter bekannt wurde, wandelte Norwegian Air Shuttle Kaufrechte in eine Festbestellung über 15 Boeing 737-800 um. Die Optionen waren Teil eines Auftrags von 2007, bei dem die Airline 42 Maschinen fest bestellte und Kaufrechte für 42 weitere 737 erwarb.

Der brasilianische Flugzeughersteller Embraer erhielt einen Auftrag von Azul. Die Airline gab eine Bestellung über fünf Embraer 195 bekannt, die Ende des Jahres ausgeliefert werden sollen.

Darüber hinaus bestellte Malaysia Airlines (MAS) am ersten Messetag Triebwerke für ihre 17 im März georderten Airbus A330. Die Fluggesellschaft entschied sich für Triebwerke des Typs Pratt & Whitney PW4170 Advantage 70. MAS will die 17 A330, davon 15 Passagiermaschinen und zwei Frachter, ab 2011 in Dienst stellen.

Einen weiteren Auftrag erhielt Pratt & Whitney von Vietnam Airlines. Die Fluggesellschaft unterzeichnete einen Zehnjahresvertrag über die Wartung ihrer PW4090-Triebwerke.

Von: airliners.de, dpa
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