IATA-Sicherheitsbericht 2008

Mehr Unfälle, aber weniger Todesopfer

19.02.2009 - 14:54 0 Kommentare

Die International Air Transport Association (IATA) hat den Sicherheitsbericht der Luftverkehrsbranche für 2008 veröffentlicht. Obwohl die Zahl der Unfälle leicht angestiegen ist, war die Zahl der Todesopfer geringer als noch 2007.

Im Jahr 2008 gab es 109 Unfälle im Luftverkehr, im Vorjahr waren es 100. Die Zahl der tödlichen Unfälle stieg von 20 im Jahr 2007 auf 23 im Jahr 2008 an. Dem Bericht zufolge sank die Zahl der Todesopfer von 692 im Jahr 2007 auf 502 im Jahr 2008. Damit hat sich die Rate der Todesfälle um 56 Prozent verbessert: Waren es 2007 noch 0,23 Todesopfer pro Million Passagiere, gab es im Jahr 2008 durchschnittlich 0,13 Todesopfer pro Million Passagiere.

Die weltweite Unfallrate in der Luftfahrt betrug letztes Jahr 0,81 (gemessen an Totalverlusten pro Millionen Flügen bei im Westen gebauten Jets). Dies entspricht einem Unfall pro 1,2 Millionen Flüge. Die Unfallrate hat sich somit im Vergleich zum Jahr 2007 leicht verschlechtert: Zuvor stand sie bei 0,75, was einem Unfall pro 1,3 Millionen Flügen entspricht.

Die Sicherheitsbilanz der IATA-Mitgliedsgesellschaften für 2008 ist besser als die der gesamten Branche: Mit 33 Unfällen haben die IATA-Airlines ihre Unfallrate von 0,68 im Jahr 2007 auf 0,52 im Jahr 2008 reduziert. Dies entspricht einem Unfall pro 1,9 Millionen Flüge. “Sicherheit nimmt in der Branche oberste Priorität ein”, betont Giovanni Bisignani, Director General and CEO der IATA. „Die heute veröffentlichten Statistiken unterstreichen eindrucksvoll, dass Flugreisen überaus sicher sind.“

Unfallraten in den einzelnen Regionen:

Bei der Unfallstatistik gibt es allerdings große regionale Unterschiede: Ein optimales Ergebnis (0,00) erreichte Nordasien, aber auch Nordamerika (0,58), Europa (0,42) und der Raum Asien/Pazifik (0,58) lagen über dem globalen Durchschnitt.

Die Unfallrate von Afrika war mit 2,12 rund 2,6-mal höher als der weltweite Durchschnitt. Im Jahr 2005 hatte die Unfallrate in Afrika jedoch noch 9,21 betragen. Mit 6,43 weisen die GUS-Staaten die weltweit schlechteste Unfallrate für 2008 auf (7,9-mal schlechter als der globale Durchschnitt). Die Unfallrate Lateinamerikas und der Karibik lag 2008 bei 2,55; die des Nahen Ostens und Nordafrikas bei 1,89.

IOSA für IATA-Mitglieder verpflichtend

Der IATA Operational Safety Audit (IOSA) ist der weltweite Standard für das Safety Management der Fluggesellschaften. Seit dem 1. Januar 2009 ist IOSA eine Voraussetzung für die IATA-Mitgliedschaft. Derzeit zählen 204 Mitgliedsgesellschaften zu den insgesamt 282 Airlines, die eine IOSA-Registrierung haben. Weitere 21 IATA-Mitgliedsgesellschaften werden Qualitätskontrollen unterzogen. IATA-Mitglieder müssen die Kontrolle bis zum 31. März 2009 absolviert haben, andernfalls verlieren sie die Mitgliedschaft.

Der Luftfahrtverband IATA repräsentiert rund 230 Fluggesellschaften weltweit, die 93 Prozent des internationalen Luftverkehrs ausmachen.

Von: IATA
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