IATA-Zahlen

Mehr Passagiere und Fracht im Oktober

25.11.2010 - 14:59 0 Kommentare

Der internationale Luftfahrtverband IATA hat die Verkehrszahlen für den Monat Oktober vorgelegt. Demnach stieg die Nachfrage im Passagiergeschäft im Vergleich zum Vorjahresmonat weiter, während auch das Frachtgeschäft wieder leicht zulegte.

Terminal im Flughafen München - © © Flughafen München GmbH -

Terminal im Flughafen München © Flughafen München GmbH

Die Passagiernachfrage im internationalen Flugverkehr ist im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10,1 Prozent gestiegen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Verkehrszahlen, die die International Air Transport Association (IATA) am Donnerstag veröffentlicht hat. Im Frachtverkehr konnte im Oktober im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Wachstum von 14,4 Prozent verzeichnet werden.

Giovanni Bisignani, Director General und CEO der IATA: „Die Passagiernachfrage liegt fünf Prozent, die Nachfrage im Frachtgeschäft ein Prozent über dem Vorkrisen-Niveau. Der weitere Verlauf hängt von der Entwicklung der globalen Wirtschaft ab. Die Vereinigten Staaten geben mehr Geld aus, um ihre Wirtschaft in Schwung zu bringen. Mit Ausnahme Japans entwickelt sich Asien weiterhin in einem Rekord-Tempo. Und Europa schnallt aufgrund der anhaltenden Währungskrise den Gürtel enger. Die künftige Entwicklung steht nicht fest, aber aus heutiger Sicht scheint sich die wirtschaftliche Erholung zu festigen.“

Das Frachtgeschäft ist scheinbar an einem Wendepunkt angelangt. Seit Mai 2010 waren die Cargo-Volumina um fünf Prozent zurückgegangen. Der Oktober hat nun ein Ende dieses Rückgangs und einen leichten Aufwärtstrend gebracht. Ein einziger Monat verheiße noch keinen Trend, sagt Bisignani. Die Zukunft werde zeigen, ob es sich um eine Stabilisierung des Frachtvolumens handelt oder den Beginn eines Aufwärtstrends.

Die Verbesserungen bei der Nachfrage gehen mit einer vorsichtigen Erhöhung der Kapazitäten einher. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2010 ist die Passagiernachfrage um 8,5 Prozent gestiegen, bei gleichzeitiger Ausweitung der Kapazitäten um 4,0 Prozent. Das Wachstum der Kapazitäten im Frachtgeschäft lag mit 9,2 Prozent deutlich unter dem Anstieg der Nachfrage (24 Prozent). Die Zukunft lässt ein Anhalten dieses Trends erwarten. Für den Ende Oktober begonnenen sechsmonatigen Beobachtungszeitraum wird ein Anstieg der Passagiernachfrage von 7,5 Prozent vorhergesagt.

Insgesamt lag der Anstieg der Passagiernachfrage im Oktober 2010 mit 10,1 Prozent leicht unter dem Wert von September 2010 (10,7 Prozent). Beide Monate waren jedoch besser als der August.

Die Verkehrzahlen der einzelnen Regionen:

In Europa ist die Passagiernachfrage im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,6 Prozent gestiegen. Dies ist eine signifikante Verbesserung gegenüber dem Wachstum von 8,6 Prozent, das noch im September registriert wurde. Die Verkehrszahlen in Europa sind von September zu Oktober um 1,5 Prozent gestiegen und liegen nun 4 Prozent über dem Vorkrisen-Niveau von Anfang 2008.

Fluggesellschaften in Nordamerika meldeten ein Wachstum der Passagiernachfrage von 12,4 Prozent im Vergleich zu Oktober 2009. Der gleichzeitige Anstieg der Kapazitäten um 11,9 Prozent führte zu einer Erhöhung der Auslastung auf 82,5 Prozent, dem höchsten Wert aller Regionen.

Im asiatisch-pazifischen Raum verzeichneten Airlines ein Passagier-Wachstum von 7,3 Prozent (Wachstum der Kapazitäten: 5,3 Prozent), im Afrika von 13,3 Prozent (Kapazitäten: 8,9 Prozent) sowie im Nahen und Mittleren Osten von 18 Prozent (Kapazitäten: 13,7 Prozent). Aufgrund des Insolvenz der mexikanischen Fluggesellschaft Mexicana sind die Kapazitäten in Lateinamerika im Oktober 2010 verglichen mit dem Vorjahresmonat um 0,7 Prozent gesunken. Die Passagiernachfrage in dieser Region konnte im gleichen Zeitraum um 4,9 Prozent zulegen.

„Das Jahr 2010 geht deutlich besser zu Ende als 2009. Die Fluggesellschaften haben Verluste in – wenn auch kleinste - Erträge umgewandelt. Trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten wird weiterhin geflogen. Die Fluggesellschaften scheinen die Kapazitäten in Zeiten der Belebung mit einem guten Maß an Umsicht anzupassen. Und Kostenkontrolle bleibt ein wichtiges Thema für alle Fluggesellschaften“, so Giovanni Bisignani.

Von: IATA
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