Mehr Informationsaustausch zugunsten der Flugsicherheit

01.04.2010 - 18:21 0 Kommentare

IATA, ICAO, FAA und die EU-Kommission wollen zukünftig sicherheitsrelevante Daten verstärkt analysieren und austauschen, um die Flugsicherheit zu erhöhen. Die vier Organisationen haben jetzt in Montreal eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.

IATA-Generaldirektor Giovanni Bisignani - © © IATA -

IATA-Generaldirektor Giovanni Bisignani © IATA

Der Luftfahrtbranchenverband IATA hat sich mit der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO, der US-Luftaufsichtsbehörde FAA und der EU-Kommission über den zukünftigen Austausch sicherheitsrelevanter Informationen im Luftverkehr verständigt. Auf der „High-Level Safety“-Konferenz der ICAO in Montreal unterzeichneten die Organisationen eine entsprechende Absichtserklärung, wie die IATA am Mittwoch mitteilte.

IATA-Chef Giovanni Bisignani erklärte: „Durch die Zusammenarbeit mit Regierungen anhand weltweiter Standards hat sich die Sicherheit enorm verbessert. 1945 gab es neun Millionen Flugreisende, von denen 247 verunglückten. 2009 gab es auf 2,3 Milliarden Fluggäste 685 Todesopfer. Jeder Todesfall ist eine menschliche Tragödie und erinnert uns daran, dass wir uns verbessern müssen. Die heutige Vereinbarung ist ein weiterer wichtiger Schritt, eine sichere Branche noch sicherer zu machen.“

Dazu sollen zukünftig mehr Informationen gesammelt und ausgewertet werden. „Wir müssen Safety-Trends verstehen – nicht nur von einer Handvoll von Unfällen im Jahr, sondern durch das Zusammenführen und Analysieren der Daten von Millionen sicherer Flüge. Dadurch können wir effektivere Maßnahmen ergreifen, um Risiken zu senken und die Flugsicherheit zu verbessern“, führte Bisignani aus.

Die vier Organisationen wollen zunächst eine Möglichkeit erarbeiten, wie diese Daten unter Einhaltung der lokalen Datenschutzbestimmungen standardisiert werden können. Laut IATA soll dies innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate abgeschlossen sein.

Von: airliners.de
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