Mehr Drohnenunfälle - Gefahr für Verkehrsflugzeuge

28.05.2018 - 07:43 0 Kommentare

Eine Drohne landet auf einer Autobahn westlich von München und stößt mit einem Fahrzeug zusammen, eine andere stürzt auf das Dach des Würzburger Doms - die Zahl der Unfälle mit unbemannten Flugobjekten steigt.

Drohnen im Flug. - © © dpa - Andreas Arnold

Drohnen im Flug. © dpa /Andreas Arnold

Waren es 2015 noch vier Abstürze, stieg die Zahl ein Jahr später auf elf, wie aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Landtagsanfrage von SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher hervorgeht.

Oppositionspolitiker rechnet mit steigenden Zwischenfällen

Der Oppositionspolitiker geht von weiter steigenden Unfallzahlen aus. "Drohnen öffnen neue Horizonte - privat und gewerblich. Aber je mehr Drohnen herumfliegen, desto mehr wächst die Gefahr von Kollisionen, Abstürzen und Unfällen."

Rinderspacher verwies auf Zahlen der Deutschen Flugsicherung. Demnach gab es 2016 sieben und 2017 neun Meldungen von Drohnen nahe den Flughäfen Nürnberg und München. Seit 2015 wurden nach den Angaben Rinderspachers in Bayern in 45 Fällen Bußgelder verhängt, bei denen Drohnenpiloten gegen luftrechtliche Vorschriften verstießen.

Der SPD-Politiker erinnerte daran, dass das Überfliegen von reinen Wohngebäuden verboten ist, wenn die Drohne mehr als 250 Gramm wiegt oder mit einer Kamera ausgestattet ist. Für Drohnen ab zwei Kilogramm sei eine Art "Pilotenschein" erforderlich, für Drohnen über fünf Kilo ein sogenannter Erlaubnisvorbehalt. Drohnen-Lenker müssen außerdem eine Haftpflichtversicherung für ihr Gerät haben.

Rinderspacher ist mit der bayerischen Staatsregierung einer Meinung, dass es derzeit keinen Handlungsbedarf für Regelungen gebe, die über die gut ein Jahr alte Verordnung des Bundes zum Betrieb von unbemannten Fluggeräten hinausgehen

.

Von: br
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. Fraport-Chef Schulte reagiert auf Spohr-Vorschlag

    Lufthansa-Chef Spohr bringt als mögliche Antwort auf die Probleme im Luftverkehr eine Deckelung der Eckwerte ins Gespräch. Fraport-Chef Schulte erteilt dem eine Absage und skizziert, wann Frankfurt wie wachsen will.

    Vom 13.09.2018
  • Der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Stefan Schulte. Flughäfen pochen auf politische Unterstützung

    Der Luftverkehr leidet in diesem Sommer unter vielen Verspätungen. Lehren daraus sollen bei einem Gipfeltreffen Anfang Oktober gezogen werden. ADV-Präsident Schulte fordert langfristig mehr Einsatz der Politik.

    Vom 24.09.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus