Medien: Enders hat als Zeuge ausgesagt

27.11.2017 - 16:50 0 Kommentare

Airbus-Chef Enders soll laut mehrerer Medien als Zeuge in einem Korruptionsverfahren angehört worden sein. Es geht um Millionenzahlungen für zwei Satellitenaufträge. Weder Konzern noch Behörde wollen sich dazu äußern.

Airbus-Chef Tom Enders. - © © dpa -

Airbus-Chef Tom Enders. © dpa

Airbus-Chef Tom Enders und andere Verantwortliche des Konzerns sind laut übereinstimmenden Medienberichten im Oktober von Ermittlern als Zeugen angehört worden. Es gehe bei den schon länger laufenden Ermittlungen der französischen Justiz um Korruptionsverdacht bei früheren Geschäften des Luft- und Raumfahrtkonzerns mit Kasachstan, berichteten die französische Onlineplattform Mediapart, der öffentliche Radiosender France Inter und die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf informierte Kreise.

Auch das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtete über den Verdacht von Millionen-Zahlungen im Zusammenhang mit einem Kasachstan-Geschäft. Enders und die anderen angehörten Zeugen hätten bei diesen Geschäften aber keine Rolle gespielt.

Finanzstaatsanwaltschaft äußert sich nicht

Airbus äußerte sich auf Anfrage nicht zu den Berichten und gab lediglich an, mit den Behörden zu kooperieren. Im jüngsten Geschäftsbericht des Konzerns hatte es geheißen: "Airbus kooperiert mit Justizermittlungen gegen unbekannte Personen in Frankreich im Zusammenhang mit Kasachstan." Die französische Finanzstaatsanwaltschaft gab auf Anfrage keine Stellungnahme ab.

© dpa, Caroline Blumberg Lesen Sie auch: Airbus kämpft mit Korruptionsverdacht und Triebwerksproblemen

Die seit 2013 laufenden Ermittlungen drehen sich laut Mediapart um den Verdacht illegaler Zahlungen an Vermittler. Bei einer Durchsuchung vor knapp zwei Jahren hätten Ermittler Hinweise gefunden, wonach beim Verkauf von zwei Satelliten nach Kasachstan 8,8 Millionen Euro geflossen seien.

Von: cs, dpa-AFX
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Neo-Triebwerk von Pratt & Whitney. Airbus' neues Problem mit den Neo-Motoren

    Pratt & Whitney kämpft offenbar erneut mit einem Problem bei A320neo-Triebwerken. Indes wachsen die Zweifel am Auslieferungsziel von Airbus - unter anderem aufgrund eines Lufthansa-Kommentars.

    Vom 04.09.2018
  • A380 von Emirates: Großkundin des Doppelstöckers. Das Comeback der A380 im Leasing

    Hintergrund Hifly übernimmt eine gebrauchte A380 und bietet sie im kurzfristigen Leasing an. Das wird angenommen: Der Doppelstöcker ist non-stop im Einsatz. Gibt diese Entwicklung dem Airbus-Programm den Schub, den es braucht?

    Vom 10.08.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus