Mediator bei Verhandlungen zwischen Piloten und Lufthansa

26.05.2014 - 07:17 0 Kommentare

In den Verhandlungen zwischen der Pilotenvereinigung Cockpit und der Lufthansa gibt es Bewegung. Ein Mediator soll bei der Kompromisssuche helfen und vorerst verhindern, dass ein externer Schlichter den Konflikt lösen muss.

Piloten der Lufthansa protestieren während eines Streiks am 2. April 2014 vor dem Flughafen von Frankfurt. - © © dpa - Boris Roessler

Piloten der Lufthansa protestieren während eines Streiks am 2. April 2014 vor dem Flughafen von Frankfurt. © dpa /Boris Roessler

Im Tarifstreit der Lufthansa-Piloten hat ein externer Moderator seine Arbeit aufgenommen. Er soll helfen, den Konflikt zwischen der Airline und der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) zu lösen. Beide Seiten bestätigten am Sonntag Gespräche mit dem Mediator und das Interesse an konstruktiven Lösungen.

Das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» hatte berichtet, der Mediator sei vor einigen Wochen hinzugezogen worden. Die ersten Erfahrungen mit dem Spezialisten für "lösungsorientierte, interessensbasierte Verhandlungsführung" seien offenbar positiv. Mit ihm sei "ein ermutigender Neuanfang gelungen", zitierte das Magazin aus einer Mitglieder-Info der Pilotenvereinigung Cockpit.

Streiks sind vorerst weiterhin nicht geplant: «Wir sind mental nicht auf Streik eingestellt, sondern auf Lösungen», sagte ein VC-Sprecher. Zum Inhalt der Gespräche und zur Person des Moderators machten weder VC noch Lufthansa Angaben. Der Gewerkschaft zufolge sind weitere Gespräche geplant.

© dpa, Armin Weigel Lesen Sie auch: Austrian-Pilotenvertrag könnte als Vorbild für Lufthansa dienen

Haupt-Streitpunkt Übergangsversorgung

Der Tarifkonflikt um die Übergangsregelung und höhere Gehälter hatte Anfang April mit rund 3800 Flugausfällen zum schärfsten Streik in der Lufthansa-Geschichte geführt. Bereits damals hatte Lufthansa einen externen Moderator ins Spiel gebracht.

Haupt-Streitpunkt im Tarifkonflikt ist die sogenannte Übergangsversorgung, die es Piloten bisher erlaubt, ab 55 Jahre in den bezahlten Frühruhestand zu treten. Das war vor langer Zeit einmal das gesetzliche Höchstalter für Piloten, das eine Übergangsversorgung notwendig machte.

Die Airline will das Eintrittshalter wegen der auf 65 Jahre hochgesetzten Altersgrenze für Verkehrspiloten merklich erhöhen. Dagegen wehren sich die Piloten. Im Schnitt gehen Lufthansa-Piloten derzeit mit knapp 59 Jahren in den vom Unternehmen bezahlten Vorruhestand.

Von: airliners.de mit dpa, AFP
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