Eurowings kämpft gegen Verspätungen bei Langstreckenverbindungen

06.01.2016 - 16:19 0 Kommentare

Seit gut zwei Monaten bietet die Eurowings Langstreckenverbindungen ab dem Flughafen Köln/Bonn an. Doch die Airline kämpft mit einem Problem: viele Flüge kommen mit starken Verspätungen an.

Eine A330 der Eurowings wird am Flughafen Köln/Bonn beladen. - © © dpa - Oliver Berg

Eine A330 der Eurowings wird am Flughafen Köln/Bonn beladen. © dpa /Oliver Berg

Die neuen Langstreckenverbindungen der Lufthansa-Tochter Eurowings haben ein Problem. Wie der "Deutschlandfunk" berichtete, kamen von 126 Flügen im vergangenen November und Dezember 31 Flüge verspätet an. Und das im Schnitt um 5,8 Stunden.

Eurowings-Pressesprecher Heinz Joachim Schöttes bestätigte auf Nachfrage von airliners.de die Verspätungen. Sie seien vorrangig auf Krankmeldungen vor Ort, aber unter anderem auch auf Witterungseinflüsse und verlängerte Wartungszeiten zurückzuführen.

Zudem sei der Start der Eurowings-Langstreckenflüge als Low-Coster mit nur einer Maschine erfolgt. Erst im Dezember kam eine zweite Maschine zur Flotte, für die zudem eine Tuifly-Maschine fliegt. Zum Sommerflugplan sollen zwei weitere Langstreckenflugzeuge die Eurowingsflotte erweitern, so Schöttes.

Als Reaktion auf die Verspätungen sei beispielsweise ein Early-Life-Support eingerichtet worden, sagte er. Damit soll im Bedarfsfall schneller reagiert werden können. Und auch die Konzernmutter Lufthansa hilft nach seinen Worten aus und übernimmt Flüge.

Derweil geht die Verspätungsserie weiter. Laut flightradar-Aufzeichnungen kam es in der Woche um Neujahr bei sieben Flügen zu Verspätungen von zum Teil weit über vier Stunden. Vier Flüge erreichten ihr Ziel sogar erst am Folgetag. Weitere zehn Flüge kamen bis zu eineinhalb Stunden zu spät an, nur rund ein Drittel der insgesamt knapp 30 angebotenen Verbindungen wurden pünktlich bedient.

Dabei macht der Eurowings offenbar die kleine Flotte zu schaffen. Fällt ein Flugzeug aus, gibt es sofort Verspätungen, die sich auch auf andere Flüge auswirken, sofern nnicht sofort ein Ersatz gechartert werden kann. Und Ersatzmaschinen benötigte die Eurowings im beobachteten Zeitraum öfter: Gleich zwei Mal half die Lufthansa mit Airbus-A340-Flugzeugen, für andere Flüge wurde eine Boeing 767 der Titan Airways gechartert.

© dpa, Oliver Berg Lesen Sie auch: So will Eurowings auf der Lowcost-Langstrecke bestehen

Die neue Eurowings hat ihren Langstrecken-Betrieb Anfang November 2015 am Flughafen Köln/Bonn aufgenommen. Mit dem Billig-Konzept auf der Langstrecke will die Lufthansa auf der Langstrecke Airlines vom Golf und aus Asien, aber auch Condor und Air Berlin Konkurrenz machen.

Von: gk, dh
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