Artikel vom 07.09.2009 0
Schulte will Frankfurt für Billigflieger öffnen
Finanzierung der neuen Landebahn steht
© dpa
Fraport-Chef Stefan Schulte
Der Frankfurter Flughafen will sich nach der Eröffnung der neuen Landebahn 2011 stärker für Billigflieger öffnen. Konkrete Gespräche würden bereits geführt, sagte Fraport-Vorstandschef Stefan Schulte der «WirtschaftsWoche». So stehe der Flughafen bereits mit easyJet in Kontakt. Die größeren Kapazitäten durch die neue Landebahn böten dann aber auch anderen Billigfliegern Chancen.
Neben Billigfliegern hätten auch zahlreiche asiatische Fluglinien Interesse gezeigt. «Allein in China gibt es fast zwei Dutzend Städte mit mehr als fünf Millionen Einwohnern, die keine Nonstop-Flüge nach Europa haben. Für die haben wir jetzt Platz», sagte Schulte.
Wenig Interesse habe Fraport hingegen an weiteren Regionalflügen. Frankfurt brauche hochwertigen Verkehr, also neue Langstrecken- oder Europaflüge, fügte der Fraport-Chef hinzu.
Finanzierung der neuen Landebahn steht
Keine Schwierigkeiten sieht Schulte bei der Finanzierung des Flughafenausbaus. Die Anleihe über 800 Millionen Euro sei erfolgreich platziert worden. Gleichzeitig verteidigte er das Konzept, wonach die Fluggesellschaften an den Kosten für den Flughafenausbau beteiligt werden: «Den machen wir, weil die Fluglinien ihn jahrelang verlangt haben.“
Vorsichtig äußerte sich Schulte zu den Passagierzahlen. In diesem Jahr erwartet er ein Minus «von mindestens sechs Prozent» im Vergleich zu 2008. In den kommenden beiden Jahren erwarte der Flughafen nur einen leichten Aufschwung von schätzungsweise etwa zwei Prozent, ergänzte Schulte.
Stand: 07.09.2009 - 12:50 PM Uhr
Quelle: ddp, AFP
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