Artikel vom 25.06.2009 0

Republic Airways kauft Frontier und Midwest

Diversifizierung des Geschäftsfeldes

Republic Airways Holdings hat der unter Insolvenzschutz stehenden Frontier Airlines Holding ein Kaufangebot unterbreitet. Gleichzeitig gab man den Kauf der Midwest Airlines bekannt. Beide Vorhaben benötigen noch die behördlichen Genehmigungen.

Airbusse der Frontier am Heimatairport Denver - © © AirTeamImages.com -

Airbusse der Frontier am Heimatairport Denver

Mit der geplanten Übernahme der Frontier Airlines Holding und den beiden Marken Frontier Airlines und Lynx Aviation (Frontier Express) könnte Republic ihr Geschäftsfeld weiter diversifizieren. Als Kaufpreis werden 108,8 Millionen Dollar genannt. Sollte das Geschäft genehmigt werden, wäre das Gläubigerschutzverfahren für Frontier beendet.

Kurz darauf verkündete die Holding, dass man auch Midwest Airlines zu 100 Prozent vom Besitzer TPG Capital inklusive gesicherter Anleihen in Höhe von 31 Millionen US-Dollar übernehmen werde. Die texanische Investmentfirma TPG Capital hatte im vergangenen September 450 Millionen US-Dollar für Midwest bezahlt. Seit September 2008 betreibt Republic zwölf Embraer 170 im Auftrag der Midwest Connect und gewährte der Muttergesellschaft zusätzlich einen Kredit in Höhe von 15 Millionen Dollar mit einer Laufzeit von einem Jahr. TPG wird nach dem Verkauf eine strategische Beteiligung an Republic Airways Holding halten. Ferner erhält man das Recht, ein Mitglied der Geschäftsführung zu stellen. Das noch genehmigungspflichtige Geschäft soll binnen vier bis sechs Wochen abgeschlossen werden. Midwest Chairman Tim Hoeksema wird die Firma verlassen. An seine Stelle tritt Bryan Bedford, CEO der Republic. Auch in der Midwest-Flotte wird es Veränderungen geben. So plant Republic die bisherigen Boeing 717-200 durch Embraer 190 zu ersetzen.

Republic Airways Holdings war erst im März 2009 bei der auf Hawaii beheimateten Mokulele Airlines eingestiegen. Der kleine Zubringer war durch den Konkurrenzkampf mit dem Mesa-Ableger Go! Hawaii in finanzielle Bedrängnis geraten und wurde mit einem 8-Millionen-Dollar-Kredit der Republic Airways stabilisiert. Zum Portfolio der Republic Airways Holding gehören bislang die drei Tochterfirmen Republic Airlines, Shuttle America und Chautauqua Airlines. Alle drei führen regionale Kontraktflüge für die großen US-Fluggesellschaften unter deren Firmierung durch. Die Branchengrößen wie American, Continental, United oder auch US Airways hatten in letzter Zeit aber zunehmend die Regionalverbindungen wieder selbst in die Hand genommen, um die eigene Flotte auszulasten.

Stand: 25.06.2009 - 4:28 PM Uhr

Quelle: airliners.de

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