Artikel vom 29.05.2010 0

Lufthansa will Emissionshandel-Verschiebung

2010 nicht repräsentativ

Die Deutsche Lufthansa fordert von der EU-Kommission die Verschiebung der Einbeziehung der Luftfahrtgesellschaften in den Emissionshandel. Flugausfälle durch die Aschewolke hätten die Startbedingungen zwischen den europäischen Fluggesellschaften im Referenzjahr 2010 verfälscht.

Wolfgang Mayrhuber - © © dpa -

Wolfgang Mayrhuber

Lufthansa-Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber fordert von der EU-Kommission, die Einbeziehung der Fluggesellschaften in den Emissionshandel zu verschieben. Der harte Winter und die Flugausfälle durch die Aschewolke verfälschten die Startbedingungen zwischen den europäischen Airlines in das Emission Trading System (ETS) der Europäischen Union, sagte Mayrhuber der "Welt am Sonntag".

Ab 1. Januar 2012 soll der Luftverkehr auf Beschluss der EU in den Emissionsrechtehandel einbezogen werden. 2010 gilt bislang als Referenzjahr für die Zuteilung von Verschmutzungsrechten.

Laut Mayrhuber ist das Jahr 2010 vor allem wegen der Beeinträchtigungen durch die Aschewolke nicht repräsentativ. Die Vulkanasche habe Unternehmen in Nordeuropa viel stärker geschadet als den Konkurrenten im Süden, wie auch der harte Winter, sagte Mayrhuber.

Daher solle das Jahr 2011 als Referenzjahr genommen werden. "Ein eleganter Weg wäre, ETS zu verschieben. Das kostet den Fiskus keinen Euro und würde uns in dieser immer noch schwierigen wirtschaftlichen Lage sehr weiterhelfen", sagte der Lufthansa-Chef.

Stand: 29.05.2010 - 9:33 PM Uhr

Quelle: dpa, ddp, AFP

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