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Artikel vom 04.12.2008

Iberia irritiert von Fusionsgesprächen British Airways/Qantas

Conte: Dreierbündnis zu komplex

Der Chef der spanischen Fluggesellschaft Iberia hat sich irritiert über die Fusionsgespräche zwischen British Airways (BA) und der australischen Konkurrenz Qantas Airways gezeigt. Erst eine Stunde vor Verkündung der Fusionsüberlegungen sei er von BA-Chef Willie Walsh darüber informiert worden, sagte Iberia-Chef Fernando Conte, der sich mit BA seit einem halben Jahr selbst in Verhandlungen über eine Fusion befindet.

Conte meldete gegen eine mögliche Fusion aller drei Fluglinien nach Berichten britischer Zeitungen vom Donnerstag Bedenken an. Ein Dreier-Zusammenschluss wäre zu komplex. «Ich denke, es wäre vernünftiger, diesen Prozess innerhalb Europas zu beginnen. Erst der nächsten Schritt sollte zwischen Kontinenten stattfinden», sagte Conte bei einer Veranstaltung in London am Vortag. Gleichzeitig drang Conte auf ein schnelles Gespräch mit BA-Chef Walsh.

Walsh hatte am Dienstag angekündigt, einen Zusammenschluss mit Qantas zu prüfen. Die Gespräche über eine Fusion mit Iberia sollten aber fortgeführt würden. Allerdings sei nicht sicher, ob einer der beiden Zusammenschlüsse Wirklichkeit werde. Die Ankündigung bestätigte den Trend von Zusammenschlüssen in der Flug-Branche. Wegen der Rekordölpreise im Sommer und der Finanzkrise waren mehrere Fluglinien ins Schlingern geraten.

Stand: 04.12.2008 - 2:23 PM Uhr

Quelle: dpa

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