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Artikel vom 18.12.2008

Fusion zwischen British Airways und Qantas gescheitert

Keine Einigung

Die Gespräche über eine Fusion von British Airways (BA) mit der australischen Fluggesellschaft Qantas sind gescheitert. Die Verhandlungen seien ohne Einigung beendet worden, teilten Qantas und BA am Donnerstag mit. Die beiden Unternehmen konnten sich demnach nicht auf zentrale Punkte einer möglichen Fusion einigen.

Eine British Airways Boeing 747-400 startet in Sydney. - © © AirTeamImages.com -

Eine British Airways Boeing 747-400 startet in Sydney.

Beide Fluggesellschaften wollen ihre bisherige Zusammenarbeit bei Verbindungen zwischen Großbritannien und Australien im Rahmen der Flugallianz oneworld fortsetzen. Zwar sähen beide Partner langfristige Vorteile, doch hätten sie sich nicht über die Details eines Zusammenschlusses einigen können, teilten beide Fluggesellschaften mit. Die Zusammenarbeit bei Flügen zwischen Großbritannien und Australien solle aber genauso wie die Kooperation im Rahmen des Luftfahrtbündnisses Oneworld fortgesetzt werden.

Anfang Dezember hatte die größte britische Fluggesellschaft bekanntgegeben, einen Zusammenschluss mit der australischen Konkurrenz zu prüfen. Bereits seit Monaten hatte British Airways auch mit der spanischen Iberia über eine Fusion gesprochen. Auch Iberia ist Oneworld-Mitglied. BA-Chef Willie Walsh hielt sogar eine Dreier-Fusion für möglich.

Allerdings meldeten sowohl Iberia als auch Quantas Bedenken gegen ein Dreierbündnis an. Qantas-Chef Alan Joyce hatte BA aufgefordert, sich für eine der beiden Fluglinien als Partner zu entscheiden, weil ein Dreier-Bündnis nicht funktionieren würde. Iberia-Chef Fernando Conte hatte sich irritiert über die Fusionsgespräche zwischen BA und Qantas gezeigt, weil er erst eine Stunde vor Verkündung der Fusionsüberlegungen von BA-Chef Walsh darüber informiert worden sei. Einen Zusammenschluss aller drei Airlines hatte Conte als zu komplex bezeichnet.

Als Hürde für eine Fusion hatten zudem Verbindlichkeiten von BA für Pensionen in Milliardenhöhe gegolten. BA wollte zudem nicht, dass Qantas mehr als 50 Prozent des gemeinsamen Unternehmens gehört, obwohl die australische Fluglinie den größeren Marktwert besitzt. Andererseits hatte die australische Regierung Widerstand gegen eine ausländische Mehrheitsbeteiligung an Qantas angekündigt. Analysten sahen zudem nur begrenzte Einsparpotenziale.

Durch eine Verschmelzung wäre eine der weltweit größten Fluggesellschaften mit einem gemeinsamen Umsatz von etwa 18 Milliarden Euro entstanden. Beide Airlines befördern zusammen rund 70 Millionen Passagiere jährlich, verfügen insgesamt über etwa 500 Flugzeuge und fast 80 000 Beschäftigte. Sowohl BA als auch Qantas fliegen je rund 150 Ziele an.

Stand: 18.12.2008 - 11:52 AM Uhr

Quelle: dpa, AFP

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