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Artikel vom 26.01.2009

British Airways/Iberia-Fusion auf der Kippe

Hoher Jahresverlust und Pfund belasten

Die Fusion der Fluggesellschaften British Airways (BA) und Iberia gerät angesichts der derzeitigen Aktienkurse in Gefahr. "Die derzeitige Bewertung ist nicht akzeptabel", zitiert die "Financial Times" (Samstag) BA-Chef Willie Walsh. Die größte britische Fluggesellschaft rechnet zudem mit einem höheren Jahresverlust als bisher erwartet.

Im laufenden Geschäftsjahr, das noch bis Ende März läuft, werde die Airline rund 150 Millionen Pfund (159 Mio Euro) Verlust machen, teilte BA am Montag mit. Der Wertverlust des Britischen Pfund sei vor allem beim Leasing der Flugzeuge, den Flughafengebühren, Flugüberwachungskosten spürbar gewesen, die in US-Dollar oder Euro bezahlt werden. Die BA-Aktie gehörte mit einem Minus von 8,48 Prozent auf 133,80 Pence zu den Verlierern des Tages.

Derweil steht nun auch die Fusion mit Iberia auf der Kippe. Die Aktionäre würden das Kursverhältnis der beiden Unternehmen nicht akzeptieren. Durch Kursbewegungen und das Erstarken des Euro gegenüber dem britischen Pfund war die spanische Fluglinie am Freitagabend an der Börse höher bewertet als der britische Fusionspartner.

Als die Verhandlungen über einen möglichen Zusammenschluss begonnen hatten, sprachen die Bewertungen der Zeitung zufolge für einen Aktientausch im Verhältnis von 65 Prozent für British Airways und 35 Prozent für Iberia.

Damit droht den Briten ein weiterer Rückschlag. Zuvor war bereits eine angestrebte Zusammenarbeit mit Qantas als Dreierbündnis mit Iberia geplatzt. Vor allem auch im Vergleich zu Lufthansa rückt British Airways damit in Europa immer weiter in den Hintergrund.

British Airways war zuvor bereits wegen der hohen Ölpreise und der Wirtschaftskrise in Turbulenzen geraten. «Eine weitere wirtschaftliche Abschwächung im Januar und der Ausblick für Februar und März in Verbindung mit dem Fall des Sterling haben unseren Ausblick für das Geschäftsjahr, das am 31. März 2009 endet, beeinflusst.» Unverändert blieben die Erwartungen an ein Umsatzwachstum um vier Prozent und drei Milliarden Pfund Spritkosten. Die Bilanzzahlen für das dritte Quartal (Oktober bis Dezember) sollen am 6. Februar veröffentlicht werden.

Stand: 26.01.2009 - 11:31 PM Uhr

Quelle: dpa-AFX, airliners.de

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