Artikel vom 14.07.2010 0

BA und Iberia dürfen fusionieren

EU gibt grünes Licht

Die Europäische Kommission hat die Fusion von British Airways (BA) und der spanischen Iberia genehmigt. Es gebe weiterhin ausreichend Konkurrenz auf den wichtigsten Strecken, entschieden die Brüsseler Wettbewerbshüter. Die Anteilseigner sollen im November zustimmen.

Flugzeuge der Iberia und British Airways in Madrid - © © AirTeamImages.com - TT

Flugzeuge der Iberia und British Airways in Madrid

Die Fluggesellschaften British Airways und Iberia dürfen sich nach einer EU-Entscheidung zu einer der größten Airlines der Welt zusammenschließen. Die Europäische Kommission gab am Mittwoch in Brüssel grünes Licht für die Fusion.

Mit dem Zusammenschluss rückt die neue Gruppe mit dem Namen „International Airlines Group“ den europäischen Riesen Air France-KLM und Lufthansa entscheidend näher. Durch die Fusion wollen die Unternehmen in einigen Jahren jährlich rund 400 Millionen Euro Kosten einsparen. Die neue Gruppe soll mit rund 400 Maschinen 200 Ziele anfliegen und 58 Millionen Passagiere pro Jahr befördern.

Es gebe weiterhin ausreichend Konkurrenz auf den wichtigsten Strecken, entschieden die Brüsseler Wettbewerbshüter. Auch im Frachtverkehr und bei der Bodenabfertigung müsse das neue Unternehmen mit einer Reihe von Wettbewerbern rechnen. Im April hatten British Airways (BA) und Iberia die Bestimmungen zur Fusion ausgehandelt. Die Spanier unterschrieben aber erst im Juni. Ende dieses Jahres soll die Fusion abgeschlossen sein.

Nach früheren Angaben wollen sowohl BA als auch Iberia unter ihren Markennamen weiterfliegen, sich mit der Fusion aber für die Zukunft absichern. Beide Unternehmen stecken tief in den roten Zahlen. Iberia war 2009 erstmals seit 13 Jahren mit einem Minus von 273 Millionen Euro in die Verlustzone geflogen. British Airways hatte im vergangenen Jahr rund 400 Millionen Pfund (knapp 460 Mio Euro) Verlust verbucht.

Die Zustimmung der Anteilseigner wollen Iberia und BA nach früheren Angaben im November einholen. Ende Juni hatte sich das BA-Management mit den Treuhändern der Pensionskassen auf eine Sanierung der hochdefizitären Rentensysteme geeinigt. Die Spanier hatten sich vorbehalten, aus der Fusion auszusteigen, falls BA das Milliardenloch in den Pensionskassen nicht stopfen könnte.

Stand: 14.07.2010 - 12:42 PM Uhr

Quelle: dpa

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