Artikel vom 02.03.2010 0

Weiterer Tarifkonflikt bei Lufthansa

Keine Fortschritte bei Verhandlungen für Bodendienste

Bei der Lufthansa und ver.di ist die erste Runde der Tarifverhandlungen ergebnislos verlaufen. Aufgrund der derzeitigen Friedenspflicht sind zwar zurzeit keine Streiks möglich. Dies könnte sich jedoch schon bald ändern.

Lufthansa-Leitwerke. - © © AirTeamImages.com -

Lufthansa-Leitwerke.

Die Deutsche Lufthansa und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di setzen ihre Tarifverhandlungen für die rund 50.000 Beschäftigten am 15. April fort. Die erste Verhandlungsrunde sei ohne Ergebnis beendet worden, teilte ver.di am Dienstag mit. Die Parteien verhandeln für Mitarbeiter am Boden und in der Kabine sowie bei Lufthansa Systems, Lufthansa Service Gesellschaft, Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo.

Laut Verdi verlangt das Unternehmen, die Personalkosten um rund zehn Prozent zu senken. Eine eigene Gehaltsforderung nannte Verdi nicht. Für ver.di stehen den Angaben zufolge Arbeitsplatzsicherheit und Arbeitsbedingungen im Mittelpunkt.

Darüber hinaus soll ein Tarifvertrag zur Ergebnisbeteiligung abgeschlossen werden. ver.di fordert außerdem eine Tarifvereinbarung, durch die Leiharbeit im Konzern begrenzt wird und die festlegt, unter welchen Bedingungen der Einsatz von Leiharbeitsbeschäftigten bei der Lufthansa möglich ist.

Die vor zwei Jahren nach einem Streik unter anderem der Lufthansa Technik abgeschlossenen Tarifverträge sind laut Verdi noch nicht gekündigt. Daher besteht derzeit noch die Friedenspflicht, so dass keine Streiks möglich sind. «Wir haben uns angesichts der von uns definierten Schwerpunkte dazu entschlossen, die Vergütungstarifverträge zunächst nicht zu kündigen», sagte ver.di-Verhandlungsführer Erhard Ott. Sollte sich allerdings seitens der Lufthansa nichts bewegen, behalte sich die Gewerkschaft diese Option ausdrücklich vor.

Stand: 02.03.2010 - 4:20 PM Uhr

Quelle: dpa, ddp

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