Artikel vom 07.04.2011 0

Warnstreik behindert Easyjet-Flugverkehr

Ein Warnstreik bei der Billigfluggesellschaft Easyjet hat am Donnerstagmorgen zu Ausfällen und Verspätungen am Flughafen Berlin-Schönefeld geführt. Hintergrund sind die bislang ergebnislosen Tarifverhandlungen.

Passagiere warten im Easyjet-Terminal in Berlin-Schönefeld - © © dpa - Hannibal Hanschke

Passagiere warten im Easyjet-Terminal in Berlin-Schönefeld

Wegen eines Warnstreiks sind am Donnerstagmorgen am Berliner Flughafen Schönefeld mehrere Easyjet-Flüge ausgefallen oder verschoben worden. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte das Kabinen- und Cockpitpersonal der Billigfluggesellschaft für die Zeit von 5.00 bis 7.30 Uhr zum Warnstreik aufgerufen. An dem Ausstand zu Beginn der Frühschicht hätten sich rund 40 Mitarbeiter beteiligt, sagte Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler der Nachrichtenagentur AFP.

"Nach unserer Erkenntnis waren ungefähr acht Flüge betroffen", darunter Verbindungen nach Rom, Amsterdam, London und Madrid, die mit Verspätung nachgeholt werden sollten. "Im weiteren Tagesverlauf" seien drei weitere Flüge nach Basel, Thessaloniki und Olbia gestrichen worden.

Zu den Aussichten für die weiteren Tarifverhandlungen sagte Rößler, Verdi warte "auf ein Signal der Arbeitgeberseite". Die bisherigen Gespräche brachten seinen Angaben zufolge "nach diversen Verhandlungsrunden kein Ergebnis". Laut Verdi beschäftigt Easyjet in Berlin-Schönefeld rund 240 Flugbegleiter und 110 Piloten.

Der Geschäftsführer von Easyjet Deutschland, Thomas Haagensen, bedauerte die Arbeitsniederlegungen durch Verdi-Mitglieder. Der Ausstand habe darauf abgezielt, den Flugverkehr zu beeinträchtigen und Unannehmlichkeiten für Easyjet-Passagiere zu verursachen.

Viele Easyjet-Mitarbeiter seien jedoch wie gewohnt zu Arbeit erschienen. Easyjet habe andere Flugzeuge aus dem Netzwerk in Berlin eingesetzt und damit mehr als 90 Prozent der geplanten 40 Morgenflüge abgewickelt. Die von Flugausfällen betroffenen Passagiere konnten laut Haagensen kostenlos umbuchen oder sich den Ticketpreis erstatten lassen.

Stand: 07.04.2011 - 12:53 PM Uhr

Quelle: AFP, dapd, airliners.de

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