
TUIfly-Streik führt zu Verspätungen
Die Gewerkschaft ver.di hatte von Mittwoch 22.00 Uhr bis Donnerstag 12.00 Uhr Boden- und Kabinenpersonal zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, um einer Gehaltssteigerung von fünf Prozent sowie der Einführung einer Altersvorsorge für die rund 2000 Beschäftigten des Kabinen- und Bodenpersonals Nachdruck zu verleihen.
Hintergrund sind die stockenden Gehaltstarifverhandlungen. Die Verträge waren im Februar ausgelaufen. Die Arbeitgeber hätten bislang nur Angebote vorgelegt, die faktisch auf ein Minus auf dem Gehaltszettel hinausliefen, kritisierte die Gewerkschaft. Ein Sprecher von TUIfly äußerte Unverständnis über die Warnstreikaktionen. Aus Sicht der Arbeitgeber sei in der ersten Runde gut verhandelt worden und man habe die Bereitschaft signalisiert, nach Ostern weiter zu reden.
Besorgt sind die Beschäftigten zudem über die vor kurzem besiegelte Allianz von TUIfly und Air Berlin. ver.di fordert in diesem Zusammenhang Arbeitsplatzsicherheit für das betroffene Boden- und Kabinenpersonal. Unter dem Namen und Management von TUIfly werden künftig nur noch 20 Maschinen im Pauschalreiseverkehr fliegen. Die übrigen 17 Flugzeuge, die im Städteverkehr eingesetzt werden, übernimmt samt Personal Air Berlin über langfristige Leasingverträge.
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dpa, ddp
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