Artikel vom 09.11.2009 0

Tarifverhandlungen für Kasseler Fluglotsen gescheitert

Die Tarifverhandlungen für die Lotsen am Kasseler Flughafen sind ergebnislos abgebrochen worden. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hat bereits einen Streik angekündigt.

Flughafen Kassel-Calden - © © dpa -

Flughafen Kassel-Calden

Die Tarifverhandlungen für die Fluglotsen am Flughafen Kassel sind gescheitert. In der dritten Verhandlungsrunde seien die Gespräche zwischen der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) und der Flughafen Kassel GmbH «ergebnislos abgebrochen» worden, teilte die GdF am Montag mit. Bis zuletzt habe es keine Einigung über die Einführung einer sogenannten Übergangsversorgung gegeben, wie sie für die Mehrheit der Fluglotsen in Deutschland üblich und bereits an anderen Regionalflughäfen vereinbart worden sei.

Nach Erreichen der Altersgrenze von 57 Jahren sollen die Fluglotsen nach dem Willen der GdF wie bisher nicht mehr operativ eingesetzt werden. Die Übergangsversorgung diene dabei der Überbrückung der Zeit bis zum Renteneintritt. Eigenen Angaben zufolge ist das Ziel der GdF eine möglichst weitgehende Standardisierung der Tarifbedingungen für die Lotsen aller Regionalflughäfen. Die Tarifkommission und der Vorstand der GdF kündigten an, die Lotsen kurzfristig zum Arbeitskampf aufrufen zu wollen.

Die GdF vertritt derzeit etwa 3200 Mitglieder, die beispielsweise in den Flughafen-Towern und bei der militärischen Flugsicherung tätig sind.

Ausbau des Flugplatzes zum Regionalflughafen

Die Flughafengesellschaft, an der das Land Hessen die Mehrheit der Anteile hält, will den Flugplatz Calden in den nächsten Jahren für rund 150 Millionen Euro zu einem Regionalflughafen ausbauen. Geplant ist, die 1500 Meter lange Piste durch eine 2500 Meter lange zu ersetzen. Dann könnten auch Ferienflieger in Calden landen. Der Ausbau von Kassel-Calden und des Flughafens Frankfurt hatte zu den regionalen Hauptstreitpunkten im Landtagswahlkampf gehört.

Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) hatte im vergangenen Jahr grünes Licht für den umstrittenen Ausbau gegeben und damit die 2007 erteilte Baugenehmigung des Regierungspräsidiums bestätigt. Anwohner klagten daraufhin erfolglos vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Stand: 09.11.2009 - 2:44 PM Uhr

Quelle: ddp, airliners.de

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