Artikel vom 07.02.2012 0
Streik in Frankreich weitet sich aus
© dpa /Yoan Valat
Vögel sitzen auf am Flugahfen Charles de Gaulle-Roissy in Paris vor einer Air-France-Maschine auf einer Stange.
Das Personal der französischen Fluggesellschaft Air France hat seinen Streik am Dienstag ausgeweitet. Nur einer von zwei Langstreckenflügen sollte starten, wie die Airline bereits am Montagabend ankündigte. Bei den Kurz- und Mittelstreckenflügen sollte knapp ein Drittel der Verbindungen gestrichen werden. Bereits am Morgen fielen an den beiden Pariser Flughäfen Orly und Roissy Charles-de-Gaulle etwa doppelt so viele Flüge aus wie am Montag.
Laut der Pilotengewerkschaft SNPL legte am Montag jeder zweite Flugkapitän die Arbeit nieder. "Die Mobilisierung wird weiter zunehmen, und Air France wird ab Dienstag noch mehr Flüge absagen müssen", sagte der SNPL-Vorsitzende Yves Deshayes voraus. Da neben Piloten und Flugbegleitern auch das Bodenpersonal streikte, waren auch andere Fluglinien wie easyJet betroffen.
Die Gewerkschaften protestieren gegen ein im Januar von der Nationalversammlung verabschiedetes Gesetz, das Streikende im Flugverkehr verpflichten soll, ihren Ausstand 48 Stunden vorher anzukündigen. Eine ähnliche Regelung, die Passagiere vor bösen Überraschungen schützen soll, gilt bereits seit mehr als vier Jahren bei der Bahn.
Das Gesetz soll Mitte Februar im Senat beraten werden. Bereits vor Weihnachten hatte ein Streik des Kontrollpersonals, mit dem Lohnerhöhungen gefordert wurden, den Betrieb an mehreren französischen Flughäfen stark beeinträchtigt.
Stand: 07.02.2012 - 10:56 AM Uhr
Quelle: AFP
Anzeigen
Meistgelesen
- 1 Air Berlin wagt den Billigst-Tarif Neue Tarifstruktur
- 2 Lufthansa-A380 heißt «Berlin» Taufe in Tegel
- 3 A400M-Tests in Brandenburg beendet Testflüge verliefen «nicht nach Plan»
Anzeige

Streiks im französischen Luftverkehr auch am Donn...
Streik kostet Air France täglich zehn Millionen E...