Artikel vom 22.12.2009 0

Pilotengewerkschaft stoppt Verhandlungen

Urabstimmung bei Lufthansa beginnt im Januar

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat die Verhandlungen mit Lufthansa abgebrochen. Trotz mehrerer Runden konnten sich beide Seiten auf keinen Kompromiss bei der Vergütung und den Arbeitsbedingungen einigen.

Im Cockpit eines Lufthansa-A320 - © © Lufthansa -

Im Cockpit eines Lufthansa-A320

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat die Verhandlungen mit der Deutschen Lufthansa über Arbeitsbedingungen und Vergütungen als gescheitert erklärt.

Die Tarifkommission der Gewerkschaft habe nun beim Vorstand die Einleitung einer Urabstimmung beantragt, sagte VC-Vorstandsmitglied Ilona Ritter am Montag der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Die Urabstimmung werde aller Voraussicht nach Mitte Januar 2010 beginnen und rund vier Wochen dauern.

Lufthansa wollte zum Stand der Verhandlungen im Detail keine Stellung nehmen. Die Fluglinie und die Gewerkschaft konnten sich nach Angaben Ritters trotz mehrerer Runden bei ihren Paketverhandlungen nicht auf einen Kompromiss einigen.

Dabei sei die Vergütung nicht das wichtigste Thema gewesen, sagte die Verhandlungsführerin. Viel wichtiger sei die Sicherung der Arbeitsplätze. Hier habe Lufthansa sich allerdings nicht auf verbindliche und belastbare Zusagen eingelassen. Daneben gehe es nach diversen Zukäufen auch um die zukünftige Strategie des Lufthansa-Konzerns.

Da sich die Vertreter der Fluglinie nicht bewegt hätten, «müssen wir nun sehen, dass wir den Druck etwas erhöhen können», sagte Ritter. Einen möglichen Streik sieht die Pilotengewerkschaft als letztes Mittel an.

Stand: 22.12.2009 - 12:07 PM Uhr

Quelle: ddp

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