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Artikel vom 26.02.2010

Lufthansa wieder mit Normalflugplan

Verhandlungen mit VC wieder aufgenommen

Der Flugverkehr der Lufthansa hat sich nach längeren Streikauswirkungen am Freitag wieder normalisiert. Nach Angaben des Konzerns wurden die Verhandlungen mit der Vereinigung Cockpit bereits wieder aufgenommen. Unterdessen erwägt die Gewerkschaft auch Streiks bei der Lufthansa-Tochter Eurowings.

Lufthansa-Maschinen am Flughafen Frankfurt - © © dpa -

Lufthansa-Maschinen am Flughafen Frankfurt

Nach dem vorläufigen Abbruch des Pilotenstreiks bei der Lufthansa zu Wochenbeginn ist die Fluggesellschaft wieder in den Normalbetrieb zurückgekehrt. "Unser Flugplan gilt ab heute wieder in vollem Umfang", sagte eine Lufthansa-Sprecherin in Frankfurt am Main. Deutschlands größte Fluggesellschaft biete wieder 1800 Flüge pro Tag an.

Wegen des Pilotenstreiks konnte die Lufthansa in den vergangenen Tagen mit ihrem Notflugplan teils nur 1000 Verbindungen anbieten. Auch sind Piloten und Lufthansa wieder an den Verhandlungstisch zurückgekehrt, wie eine weitere Sprecherin des Konzerns sagte. Details zum Stand der Verhandlungen wollte die Lufthansa allerdings nicht nennen.

Bei der Lufthansa hatte die Pilotenvereinigung Cockpit (VC) am vergangenen Montag rund 4000 Piloten zu einem viertägigen Streik bis Donnerstag aufgerufen. Die Fluggesellschaft hatte versucht, die Arbeitsniederlegungen mit einer einstweiligen Verfügung unterbinden zu lassen, weil sie den Streik für rechtswidrig hielt.

Konzern und Piloten einigten sich daraufhin noch am Montag vor dem Arbeitsgericht Frankfurt in einem Vergleich darauf, die Tarifgespräche vorläufig wieder aufzunehmen. Die Piloten brachen den Streik daher am Dienstag ab und verzichteten bis zum 8. März auf weitere Arbeitsniederlegungen.

Cockpit plant Urabstimmung bei Eurowings

Unterdessen stimmte der Vorstand der Vereinigung Cockpit am Freitag für Warnstreiks und eine Urabstimmung bei der Lufthansa-Tochter Eurowings, wo 600 Stellen gestrichen werden sollen. Dies teilte ein Sprecher am Abend mit.

Die Gewerkschaft will verhindern, dass Piloten bei Eurowings entlassen werden. Sie sollen stattdessen an andere Airlines, die dringend Piloten suchten, ausgeliehen werden. Zudem wird ein Sozialplan und eine Auffanggesellschaft verlangt. Ein Datum für den Beginn der Urabstimmung und für die Warnstreiks stand zunächst nicht fest.

Stand: 26.02.2010 - 6:12 PM Uhr

Quelle: AFP, dpa

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