Artikel vom 12.10.2011 0
Letzter Verhandlungsversuch im Lotsenkonflikt
© dpa
Flugbewegungen im deutschen Luftraum
Heute (Mittwoch) wollen die Deutsche Flugsicherung und die Gewerkschaft der Flugsicherung zu einem letzten Vermittlungsgespräch zusammenkommen. Es war auf Initiative von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) einberufen worden.
An dem Gespräch soll auch Verkehrsstaatssekretär Rainer Bomba teilnehmen. Sollten die Verhandlungen scheitern, droht der erste bundesweite Fluglotsen-Streik der Nachkriegsgeschichte.
Am vergangenen Freitag war die letzte Schlichtungsrunde ergebnislos abgebrochen worden. Hauptstreitpunkt war die Beförderung von Schicht- und Teamleitern. Die bundeseigene Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) und die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) gaben sich gegenseitig die Schuld am Scheitern der Verhandlungen.
Der Vorstand der GdF sprach sich Anfang der Woche für einen Streik aus, erklärte sich aber noch einmal zu einem Gespräch mit der DFS bereit. Das Unternehmen beschäftigt rund 6000 Mitarbeiter, darunter etwa 2000 Fluglotsen. Die GdF-Mitglieder haben im Sommer bereits per Urabstimmung für einen Streik gestimmt, der nach heftigen juristischen Auseinandersetzungen durch die Schlichtung vorläufig abgewendet worden war.
Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft warnt derweil vor den Auswirkungen eines möglichen Fluglotsenstreiks. Bei einem 24-stündigen Streik wären rund 300.000 Passagiere betroffen, sagte der Verbandspräsident und ehemalige TV-Journalist Klaus-Peter Siegloch am Mittwoch im "Morgenmagazin" von ARD und ZDF.
Stand: 12.10.2011 - 10:20 AM Uhr
Quelle: dpa
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