Artikel vom 23.12.2009 0

Hamburger Fluggastkontrolleure klagen gegen Leiharbeit

Mitarbeiter der FIS GmbH, die am Hamburger Flughafen, die Fluggastkontrollen durchführt, und Vertreter der Gewerkschaft ver.di haben beim Hamburger Arbeitsgericht 150 Klagen eingereicht. Hintergrund sei der Verdacht auf illegale und verdeckte Leiharbeit.

Air Berlin und Lufthansa am Flughafen Hamburg - © © Flughafen Hamburg -

Air Berlin und Lufthansa am Flughafen Hamburg

Beschäftigte der Fluggastkontrolle auf dem Hamburger Flughafen setzen sich juristisch gegen zunehmende Leiharbeit zur Wehr. Am Mittwoch wollten Mitarbeiter der FIS GmbH gemeinsam mit Vertretern der Gewerkschaft ver.di und einem Rechtsanwalt 150 Klagen beim Hamburger Arbeitsgericht einreichen, wie ein Gewerkschaftssprecher am Dienstag mitteilte. Hintergrund sei der Verdacht auf illegale und verdeckte Leiharbeit bei der Fluggastkontrolle am Hamburg Airport.

Den Angaben zufolge hatte ein Beschäftigter von FIS bereits im September Klage beim Arbeitsgericht Hamburg erhoben. In dem Pilotverfahren dringe der Kläger auf eine Beschäftigung bei der Bundespolizei und Nachzahlung von etwa 25.000 Euro wegen illegaler Leiharbeit.

Die Entscheidung über die Musterklage soll nach Angaben des zuständigen ver.di-Fachbereichsleiters Peter Bremme im Februar fallen. Die Gewerkschaft rechne mit einer gerichtlichen Feststellung, dass die FIS-Mitarbeiter Bundesangestellte seien und keine Angestellten einer illegalen Leiharbeitsfirma mit viel niedrigeren Löhnen.

ver.di will nach eigenen Angaben mit dem Verfahren das Thema Privatisierung von staatlichen Aufgaben und Leiharbeit unter Mindestlohn erneut auf den Prüfstand stellen. Bei FIS in Hamburg seien etwa 600 Menschen beschäftigt.

Stand: 23.12.2009 - 4:59 PM Uhr

Quelle: ddp

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