Artikel vom 26.01.2012 0

Gewerkschaften einigen sich mit Lufthansa

Tarifverhandlungen

Bei den Tarifverhandlungen für die rund 50.000 Lufthansa-Mitarbeiter am Boden und in der Kabine haben die Gewerkschaften am Donnerstagabend laut Verdi eine Einigung erzielt. Demnach erhalten die Beschäftigten ein Gehaltsplus von 3,5 Prozent sowie einen Zuschlag zum Urlaubsgeld.

Check-in-Schalter der Lufthansa am Flughafen München - © © dpa - Peter Kneffel

Check-in-Schalter der Lufthansa am Flughafen München

Die Beschäftigten der Lufthansa erhalten 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Darauf einigten sich die Fluggesellschaft und die Gewerkschaften, wie Verdi am Donnerstag mitteilte. Zusätzlich sei eine Erhöhung des Zuschlags zum Urlaubsgeld auf jetzt 1075 Euro vereinbart worden. Die Verdi-Tarifkommission stimmte der Vereinbarung demnach zu, nachdem die Lufthansa ihr Angebot vom Vortag nachgebessert habe. Der neue Vertrag gilt rückwirkend zum 1. Januar 2012 und hat eine Lauftzeit von 13 Monaten.

Auszubildende sollen künftig 60 Euro mehr erhalten, was im ersten Jahr einem Plus von fast neun Prozent entspreche. Zudem wurden laut Verdi mehrere Zulagen und Zuschläge um fünf Prozent erhöht. Keine Lohnerhöhung gab es demnach bei der Lufthansa Service-Gesellschaft (LSG). Dort sei "aufgrund der Situation des Geschäftsfeldes" eine Beschäftigungssicherung und eine Einmalzahlung von 250 Euro vereinbart worden.

Die Gehälter des Kabinenpersonals blieben bei der Vereinbarung außen vor, die Gespräche hierzu laufen getrennt. Dabei geht es auch um die umstrittenen Leiharbeitspläne des Konzerns. Die Lufthansa will für den neuen Berliner Großflughafen 200 Flugbegleiter über einen Personaldienstleister rekrutieren. Die Arbeitnehmerseite lehnt das ab.

Im Hintergrund steht das neue Sparprogramm der Lufthansa mit einem Umfang von 1,5 Milliarden Euro, das gerade entworfen wird. Lufthansa-Chef Christoph Franz hatte wiederholt Beiträge der Belegschaft eingefordert, um Europas größte Fluggesellschaft auf Kurs zu halten.

Stand: 26.01.2012 - 5:56 PM Uhr

Quelle: AFP, dpa

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