Artikel vom 25.06.2010 0
BA will billigeres Kabinenpersonal rekrutieren
© British Airways
Flugbegleiter der British Airways präsentieren 2006 die neue Uniform.
Um Kosten zu sparen, will die angeschlagene Fluggesellschaft British Airways (BA) neues Kabinenpersonal einstellen, das zu niedrigeren Löhnen arbeiten soll als die jetzigen Beschäftigten. Die neu Eingestellten sollten vom Londoner Flughafen Heathrow aus eingesetzt werden, teilte das Unternehmen mit.
BA könne es sich nicht mehr leisten, seinem von Heathrow aus fliegenden Kabinenpersonal höhere Löhne zu zahlen als die Konkurrenz oder als denjenigen BA-Mitarbeitern, die vom Flughafen London Gatwick aus starteten, sagte ein Unternehmenssprecher.
Innerhalb eines Jahres will BA 1250 Mitarbeiter unter den neuen Bedingungen einstellen. Das Unternehmen schätzt, dass neu eingestelltes Personal in zehn Jahren 40 Prozent des Kabinenpersonals ausmacht. Die Einstellung des Personals sei "entscheidend", um Kosten zu senken, und werde weiteres Wachstum bei BA ermöglichen, sagte der BA-Sprecher.
Die Gewerkschaft Unite reagierte auf die Ankündigung mit Kritik. "Das wird das Kabinenpersonal nicht davon überzeugen, dass das Management von BA versucht, den Streit zu lösen", sagte Unite-Chef Tony Woodley. "Und es wird unsere Mitglieder auch nicht davon abhalten, für weitere Streiks zu stimmen."
Seit März hat das Kabinenpersonal bereits mehrfach gestreikt, die Arbeitnehmer protestieren damit gegen ihre Arbeitsbedingungen und die Sparmaßnahmen der Fluggesellschaft.
Diese Woche kündigte Unite an, eine Abstimmung über weitere Streiks abhalten zu wollen, sollte es bis Dienstag kommender Woche keine Einigung mit der Unternehmensführung geben. Nach Angaben von Unite haben die Streiks BA bislang 154 Millionen Pfund (187 Millionen Euro) gekostet.
Stand: 25.06.2010 - 10:06 AM Uhr
Quelle: AFP
Anzeigen
Meistgelesen
- 1 Air Berlin wagt den Billigst-Tarif Neue Tarifstruktur
- 2 Lufthansa-A380 heißt «Berlin» Taufe in Tegel
- 3 A400M-Tests in Brandenburg beendet Testflüge verliefen «nicht nach Plan»
Anzeige

IAG unter Druck
IAG im Aufwind
BMI-Verkauf: Virgin will klagen