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Übergewichtige Passagiere sollen mehr zahlen

United Airlines

In den USA wächst der Druck auf dicke Fluggäste: Die Fluggesellschaft United Airlines stellt künftig übergewichtigen Passagieren, die nicht in einen Economy-Sitz passen, einen zweiten Platz in Rechnung, wie US-Medien am Freitag meldeten. Auch andere Airlines wollen übergewichtige Passagiere verstärkt zur Kasse bitten.

United Airlines Boeing 767 - © © AirTeamImages.com -

United Airlines Boeing 767

«Bisher blieb der (dicke) Fluggast sitzen und sein Nachbar hatte einen ungemütlichen Flug», sagte eine United-Sprecherin dem Radiosender WBBM 780. Allein 2008 habe es 700 Beschwerden gegeben. Das Flugpersonal habe nie genau gewusst, wie es mit fülligen Passagieren umgehen soll. «Jetzt haben wir eine Regelung gefunden.»

Betroffen sind laut Fluggesellschaft Passagiere, die sich nicht anschnallen, im Sitzen die Armlehnen nicht herunterklappen oder sich erst gar nicht hinsetzen können. Wenn möglich, sollen solche Reisenden neben einen freien Platz gesetzt werden. Wenn die Maschine ausgebucht ist, müssen übergewichtige Kunden auf ihren Flug verzichten und auf dem nächsten einen zusätzlichen Platz buchen.

United Airlines ist nicht die erste Fluggesellschaft, die übergewichtige Passagiere doppelt zahlen lässt. Acht andere amerikanische Fluglinien, darunter Southwest Airlines, Continental und Delta, verfahren ähnlich. Nur American Airlines will Dicke nicht zur Kasse bitten. Nach einer Umfrage des US-Fernsehsenders CNN finden 74 Prozent der Zuschauer die Politik von United Airlines gut.

Auch in Europa ist derzeit eine Gebühr für übergewichtige Flugreisende im Gespräch: Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hatte Mitte März einen Wettbewerb gestartet und Kunden in ganz Europa aufgerufen, Vorschläge für mögliche Gebühren einzureichen. Von den rund 100.000 bisher abgegebenen Stimmen sprachen sich rund 40 Prozent dafür aus, dass Ryanair bei übergewichtigen Passagieren eine extra Gebühr berechnen solle. Hatte Ryanair Anfangs noch versprochen, ddf Gewinnervorschlag werde umgesetzt, so zeigte sich die Airline nun zögerlicher: Unternehmenssprecherin Anja Seugling erklärte gestern, Ryanair werde die Ergebnisse der Umfrage „zunächst nur zur Kenntnis nehmen“. Ob tatsächlich eine entsprechende Gebühr eingeführt werde, sei noch völlig unklar.

dpa, airliners.de

Stand: 17.04.2009 - 7:45 PM Uhr

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